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Stuttgarts Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle hat eine SMS fälschlicherweise an eine Zeitung geschickt. 

Fehlgeleitete SMS: Wölfle will im Amt bleiben

Stuttgart (dpa/lsw) - Stuttgarts Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle (Grüne) hält nach seiner öffentlich gewordenen Kritik an der grünen Personalpolitik im Staatsministerium an seinem Posten fest. Er wolle nicht abtreten, sagte er der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Haben Sie auch schon mal eine brisante SMS an die falsche Person geschickt? Dann schreiben Sie einfach eine E-Mail mit der Geschichte an internet@pz-news.de.

Wölfle hatte mit seinem neuen Handy versehentlich den „Stuttgarter Nachrichten“ die Kritik an der Besetzung eines Postens in der Regierungszentrale mit dem Grünen-Kreischef Philipp Franke zugeschickt. Die SMS hätte an einen Freund gehen sollen. „Ich hab' falsch draufgedrückt.“ Er fügte hinzu: „Das gehört sich nicht.“

„Wenn das so die Runde macht, kann ich abtreten“, hatte Wölfle der Zeitung gesagt. Diese Äußerung sei aber nicht auf seine Position im Rathaus bezogen gewesen, erläuterte er am Dienstag. In der SMS hatte Wölfle geschrieben: „Selbst dieser Franke wird im Stami untergebracht. Ist mir das peinlich.“ Es gebe keinen Unterschied zu den „Schwarzen“, damit ist die CDU gemeint. Dies sei eine private Meinungsäußerung gewesen - „ob qualifiziert oder nicht“, sagte Wölfle.

Private Äußerungen will Wölfle von nun an nicht mehr schriftlich weitergeben: „Aus Schaden wird man klug.“ Auf die Frage nach seinem Verhältnis zu Franke, der im Staatsministerium für die EnBW und deren Atomausstieg zuständig ist, sagte Wölfle: „Dass es persönliche Animositäten gibt, ist nicht neu.“

Der 58-jährige Sozialarbeiter war Ende Juli zum Nachfolger von Klaus-Peter Murawski gewählt worden, der als Amtschef ins Staatsministerin gewechselt war. Bei der Landtagswahl im März hatte der leidenschaftliche Verkehrsexperte und Gegner des Milliardenprojekts Stuttgart 21 ein Direktmandat erhalten.