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20.01.2016

Feinstaubalarm bringt bisher wenig - Wetteränderung ab Samstag

Stuttgart (dpa/lsw) - Der erstmals ausgerufene Feinstaubalarm hat die Luft in Stuttgart bislang nicht besser gemacht - geht aber weiter. Den dritten Tag in Folge sind die Menschen am Mittwoch zum freiwilligen Verzicht auf ihre Autos aufgerufen. Bis Freitag sollen sie stattdessen Bus, Bahn und Rad nutzen oder gleich ganz zu Fuß gehen, um zur Arbeit oder zum Einkaufen zu gelangen. Das Verkehrsministerium will nun mit Experten besprechen, ob der Alarm etwas bringt. Zum Wochenstart konnte die Belastung der Luft mit den gefährlichen Feinstaubpartikeln nicht gesenkt werden.

Bedingt auch durch eine ungünstige Wetterlage werden die Werte - speziell an der vielbefahrenen Messstation Neckartor - wohl auch in den nächsten Tagen EU-Vorgaben überschreiten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet nicht damit, dass sich die Wetterlage bis Freitag ändert. Nötig seien kräftiger Wind oder Niederschläge.

Der Alarm gilt seit Montag. Fahrverbote sind damit bislang nicht verbunden, könnten aber 2018 kommen, wenn sich die bloßen Appelle bis dahin als wirkungslos erweisen. «Wir müssen in Stuttgart die EU-Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid einhalten, besser noch: deutlich unterschreiten - am besten freiwillig, notfalls unter Zwang», hatte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Dienstag betont.

Das Neckartor in der Innenstadt gilt als der am meisten durch Feinstaub belastete Ort Deutschlands. Es liegt an einer der Hauptverkehrsachsen im Stuttgarter Talkessel. An der dortigen Messstation waren am Montag durchschnittlich 89 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft registriert worden, wie die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz mitteilte.

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