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Mit einer Softairwaffe hat ein 23-Jähriger Stahlkügelchen auf Autos und ein Werkstor geschossen. In einem Fall wurden bei einem Schuss zwei Autofenster aufeinmal durchschlagen.
Mit einer Softairwaffe hat ein 23-Jähriger Stahlkügelchen auf Autos und ein Werkstor geschossen. In einem Fall wurden bei einem Schuss zwei Autofenster aufeinmal durchschlagen. © Symbolbild: dpa
27.06.2013

Festnahme: Mit Softairwaffe Stahlkügelchen verschossen

Stahlkügelchen mit einer Softairwaffe soll ein 23 Jahre alter Mann aus Plüderhausen auf Fahrzeuge und ein Werkstor abgeschossen haben. Deshalb ermitteln nun die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kripo Waiblingen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Straßenverkehrsgefährdung gegen den Mann, der in seiner Wohnung widerstandslos festgenommen wurde.

Am späten Dienstagabend um 23:35 Uhr hatte der 23-Jährige auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Plüderhausen aus seinem Auto einen Schuss auf ein geparkten Fahrzeug abgegeben. Das aus der Softairwaffe verschossene Stahlkügelchen mit einem Durchmesser von 4,5 Millimetern durchschlug die Fahrer- und Beifahrerscheibe des Fahrzeugs. Anschließend schoss der Mann auf ein weiteres Auto, das im Bereich einer Werkstatt stand.

Dann schoss der Mann auf das geschlossene Hallentor der Werkstatt, die mit transparenten Kunststoffelementen einsehbar war. In der beleuchteten Werkhalle hatten sich nach bisherigem Ermittlungsstand zwei Personen aufgehalten, die zu der Firma gehörten. Sie wurden glücklicherweise nicht verletzt. Die Stahlkügelchen waren an dem Hallentor abgeprallt. Anschließend flüchtete der Täter. Hierbei mussten Personen nach ihren eigenen Angaben auf die Seite springen, um nicht von seinem Auto erfasst zu werden. Ein Zeuge nahm mit seinem Fahrzeug kurzfristig die Verfolgung auf, verlor den Täter jedoch auf Feldwegen aus den Augen.

Aufgrund des abgelesenen Kennzeichens konnte das Auto bei einer sofort eingeleiteten Fahndung von einer Streifenwagenbesatzung in Plüderhausen entdeckt werden. Weitere Ermittlungen ergaben, dass sich der Tatverdächtige dort in der Wohnung einer Familienangehörigen aufhielt. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei konnte den Mann widerstandslos in der Wohnung festnehmen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurden eine Softairwaffe, Stahlkugeln, Marihuana und Konsumutensilien aufgefunden. Da der Tatverdächtige leicht alkoholisiert war, wurde durch die Staatsanwaltschaft Stuttgart eine Blutentnahme angeordnet.

Der 23-Jährige räumte in seiner Vernehmung die Tat teilweise ein und gab als Motiv Streitigkeiten mit den Angehörigen der Firma an. Nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde der Tatverdächtige nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Auf ihn kommt nun ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Straßenverkehrsgefährdung zu. Die in der Wohnung aufgefundenen Gegenstände wurden sichergestellt.