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© Symbolbild: dpa
06.03.2015

Festnahme nach Fund von zerstückelter Leiche in Plastiksack

Waldshut-Tiengen. Drei Monate nach dem Fund einer zerstückelten Frauenleiche in einem Plastiksack hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Gegen den 63 Jahre alten Mann wurde Haftbefehl erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Waldshut-Tiengen mit. Er stehe im dringenden Verdacht, die 36-jährige Frau getötet zu haben. Allerdings bestreite er dies.

Weitere Einzelheiten wollten die Ermittler nicht nennen. Ein Spaziergänger hatte Anfang Dezember in einer Straßenböschung bei Waldshut-Tiengen einen Plastiksack mit der zerstückelte Leiche entdeckt. Kopf und Gliedmaßen fehlten.

Nach Angaben der Ermittler lag der Sack mit der Leiche mehrere Wochen im Freien, bevor er entdeckt wurde. Die Frau stammte aus der früheren Sowjetunion und lebte in einer Sozialwohnung im 700-Einwohner-Dorf Schmitzingen, nicht weit vom Leichenfundort entfernt. Sie konnte über DNA-Spuren identifiziert werden. Die Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher, seien erschwert worden gewesen, da es sich um ein schwieriges soziales Umfeld handelte.

Wie die Frau zu Tode kam und in welchen Verhältnis der mutmaßliche Täter und das Opfer zueinanderstanden, wollten die Ermittler nicht sagen. Ebenso wenig, ob es sich um ein Sexualverbrechen handelt. Es gebe jedoch Indizien und Beweise, die für die Schuld des Mannes sprechen, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft hatte für Hinweise, die zum Täter führen, eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. Den Angaben zufolge hat die 34 Beamten zählende Sonderkommission der Polizei in den vergangenen drei Monaten insgesamt 350 Personen befragt, zudem ging sie 370 Spuren nach. Aus der Bevölkerung seien 55 Hinweise eingegangen. Wie sie auf die Spur des mutmaßlichen Täters kam, ließ die Polizei offen. Es werde weiter ermittelt, sagte der Sprecher.