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Ermittler der Polizei sammeln am 20.01.2017 auf der Baustelle eines Neubaus einer Asylbewerberunterkunft in Neuenstein (Baden-Württemberg) Beweise. 

Feuer in künftiger Asylunterkunft - Polizei vermutet Brandstiftung

Neuenstein (dpa/lsw) - In einer im Bau befindlichen Unterkunft für Asylbewerber in Neuenstein (Hohenlohekreis) ist ein Feuer ausgebrochen. Es handle sich vermutlich um Brandstiftung, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. In zwei Häusern habe die noch nicht verputzte Dämmung am frühen Freitagmorgen gebrannt. Den genauen Hergang sollten Brandermittler klären. Verletzt wurde niemand. Hinweise zu möglichen Tätern gebe es nicht. Der Sachschaden war unklar. Da die Gebäude nicht fertig ausgebaut sind, schätzte der Sprecher die Schadenssumme nicht hoch.

Im nahegelegenen Pfedelbach hatte Mitte November ebenfalls eine geplante Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Durch das Feuer wurde der gesamte Dachstuhl zerstört, das Haus war unbewohnbar. Damals war niemand verletzt worden. «Ob ein Zusammenhang zwischen den Fällen besteht, ist unklar», sagte der Sprecher. Die Ermittlungen liefen.

40 Flüchtlinge hätten wenige Wochen nach dem Brand in das sanierte Gebäude in Pfedelbach einziehen sollen. Die Polizei bildete eine 16-köpfige Ermittlergruppe. Für Hinweise auf den Täter war eine Belohnung von 10 000 Euro ausgesetzt worden.

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Auch in der Region brannte eine geplante Asylunterkunft. Der Täter wurde gefunden und verurteilt. Hier geht es zum Dossier, in dem Sie alle Artikel zu dem Vorfall in Remchingen-Singen finden.

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