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Beim Brand in Waiblingen gehen die Ermittler nun von Brandstiftung aus.
Beim Brand in Waiblingen gehen die Ermittler nun von Brandstiftung aus. © dpa
25.10.2013

Feuerdrama in Waiblingen - Polizei geht von Brandstiftung aus

Waiblingen (dpa/lsw) - Das Feuer mit zwei Toten in einem Mehrfamilienhaus in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) wurde nach Polizeiangaben absichtlich gelegt. Dies sei das eindeutige Ergebnis der Ermittlungen, teilten die Beamten am Freitag mit.

Als tatverdächtig gilt der 78 Jahre alte Bewohner des Hauses, der bei dem Brand am Dienstag nur noch tot geborgen werden konnte. Dass seine später im Krankenhaus gestorbene 81 Jahre alte Ehefrau an der Tat beteiligt war, sei unwahrscheinlich.

Bei den Untersuchungen stellten die Ermittler nach eigenen Angaben fest, dass an mehreren Stellen in der Wohnung des Paares eine brennbare Flüssigkeit ausgeschüttet worden war. Anschließend sei diese angezündet worden, woraufhin es zu einer Verpuffung kam. Diese Annahme decke sich mit Zeugenaussagen aus der Brandnacht, die zuvor einen lauten Knall gehört hatten.

Laut Polizei kommt es nicht infrage, dass jemand von außerhalb der Wohnung das Feuer entfacht hat. Zudem habe sich zum Brandzeitpunkt niemand sonst in der Wohnung aufgehalten. Zum Motiv des Brandstifters konnten die Ermittler noch keine Angaben machen.

Durch die Verpuffung bei dem Brand am Dienstag waren zerborstene Glasscherben bis zu 20 Meter weit auf die Straße geflogen und hatten mehrere Fahrzeuge beschädigt. Der Schaden beträgt 100 000 Euro.