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In einem Wohnhaus in Bruchsal ist in der Nacht zum Montag ein Feuer ausgebrochen, bei dem sich ein Feuerwehrmann und vier Bewohner verletzten.
In einem Wohnhaus in Bruchsal ist in der Nacht zum Montag ein Feuer ausgebrochen, bei dem sich ein Feuerwehrmann und vier Bewohner verletzten. © fw
17.06.2013

Feuerwehrmann und vier Bewohner bei Wohnhausbrand verletzt

Bruchsal. Vier Bewohner und ein Feuerwehrmann wurden in der Nacht zum Montag bei einem Wohnhausbrand in der Fritz-Erler-Straße in Bruchsal verletzt. Vom Balkon eines Gebäudes griff das Feuer noch auf zwei benachbarte Dächer über, wodurch nach ersten Schätzungen ein Gesamtschaden von mindestens 250.000 Euro entstand.

Eine durch Lärm wach gewordene Nachbarin hatte auf einem Balkon Feuer entdeckt und gegen 2.20 Uhr die Polizei alarmiert. Umgehend räumten Beamte des Polizeireviers Bruchsal vorsorglich den gesamten Gebäudekomplex mit fünf zweieinhalbgeschossigen Häusern.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten die Flammen vom Balkon aus bereits auf den Dachstuhl zweier direkt angrenzender Wohnanwesen übergegriffen. Mittels Drehleiter mussten aus einer Dachgeschosswohnung ein Senior und dessen Ehefrau gerettet werden.

Beide trugen Rauchgasvergiftungen davon und befinden derzeit noch stationär in einem Krankenhaus. Ein Feuerwehrmann stürzte während der Einsatzmaßnahmen und trug ebenfalls leichte Verletzungen davon.

Eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten der Wohnungsinhaber sowie seine Ehefrau, auf dessen Balkon der Brand offenbar ausgebrochen war. Deren Kinder im Alter von eineinhalb und acht Jahren wurden ebenfalls wegen dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung untersucht, was sich allerdings nicht bestätigte.

Bis gegen 3 Uhr hatten die insgesamt etwa 80 im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute den Brand bis auf wenige Glutnester weitgehend eingedämmt.Zur Erstversorgung der Verletzten waren drei Rettungsteam des DRK und ein Notarzt vor Ort.

Derzeit dauern die Brandermittlungen der Kriminalpolizei-Außenstelle Bruchsal zur Erforschung der Brandursache noch an. Hinweise für eine vorsätzlich begangene Brandstiftung ergaben sich allerdings nicht.