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23.09.2010

Finanzielle Probleme als Auslöser für Doppelmord von Aalen

AALEN. Im Fall des Doppelmords von Aalen (Ostalbkreis) verdichten sich die Hinweise auf finanzielle Probleme des 46-jährigen Familienvaters, der sich nach der Tat umgebracht hat. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, ergaben die Ermittlungen, dass der Mann als Kassierer des örtlichen Sportvereins einen Betrag in großer fünfstelliger Höhe unterschlagen hatte. In den letzten Jahren ging der 46-Jährige keiner geregelten Arbeit nach.

Am Freitagabend waren die Leichen der 45 Jahre alten Frau und der 18-jährigen Tochter im Haus der Familie im Aalener Stadtteil Hofen entdeckt worden. Die Mutter wurde laut Ermittlungen am Freitagmorgen getötet. Die 18-jährige Tochter wurde zuletzt in den Mittagsstunden von einer Mitschülerin gesehen. Hinweise am Tatort lassen darauf schließen, dass sie nach dem Betreten der elterlichen Wohnung ebenfalls getötet wurde.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hatte Haftbefehl gegen den Familienvater erlassen. Die Leiche des Tatverdächtigen war am Mittwoch aus einem der Wasserlöcher unterhalb der Marienbrücke im Bereich der Pöllatschlucht bei Hohenschwangau in Bayern von einer Tauchergruppe der Bereitschaftspolizei geborgen worden. Hier wurde der 46-jährige Verdächtige, der Selbstmord angekündigt hatte, zuletzt vermutet.