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Wahrscheinlich durch außer Kontrolle geratene Gartenabfall-Feuer kam es im Raum Tübingen zu zwei Wiesenbränden, bei denen zwei Menschen den Tod fanden.
Wahrscheinlich durch außer Kontrolle geratene Gartenabfall-Feuer kam es im Raum Tübingen zu zwei Wiesenbränden, bei denen zwei Menschen den Tod fanden. © Symbolbild: dpa
16.03.2012

Flammentod: Zwei Menschen sterben bei Wiesenbränden

Tübingen/Niefern-Öschelbronn. Bei zwei Grasflächenbränden sind am Freitagnachmittag im Bereich der Polizeidirektion Tübingen zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei gegenüber PZ-news erklärte, dürfte es sich um Unglücksfälle ohne Fremdverschulden handeln. So könnten ein älterer Mann und eine Frau die Brände selbst entzündet haben, zum Beispiel beim Verbrennen von Rebschnitt-Abfällen. In kurzer Zeit gab es auf verschiedenen Wiesen- und Gartenflächen rund um Tübingen mehrere Brände. Im Enzkreis musste die Feuerwehr am Freitagnachmittag nur zu einem kleinen Wiesenbrand in Niefern-Öschelbronn ausrücken.

Der erste Brand in Tübingen-Hagelloch wurde von der Feuerwehrleitstelle um 13.40 Uhr gemeldet. Als die Feuerwehr an der Brandstelle eintraf, stand ein ganzer Hang in Flammen. Die Feuerwehr entdeckte während der Löscharbeiten am Rand der Brandstelle eine ältere männliche tote Person mit Brandspuren. Die Identität des Mannes ist bislang noch nicht bekannt.

Der zweite Grasflächenbrand wurde um 15.10 Uhr von der Feuerwehrleitstelle in Rottenburg-Wendelsheim unterhalb eines Wasser-Reservoirs gemeldet. Als die Feuerwehr vor Ort ankam, stand eine größere Grasfläche in Flammen. Während der Löscharbeiten entdeckten die Feuerwehrleute im Bereich der Brandstelle in einem Gebüsch eine verbrannte weibliche Person. Auch hier sind die näheren Umstände noch nicht bekannt.

Die Kriminalpolizei Tübingen hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber PZ-news, das bei den zwei tödlich endenden Bränden wohl ursprünglich Gartenabfälle verbrannt werden sollten. Diese Kleinbrände seien dann wahrscheinlich außer Kontrolle geraten. Eventuell hätten die beiden Toten vergeblich versucht, zu löschen. Im Falle des älteren Mannes könnte dann zum Beispiel ein Herzinfarkt die eigentliche Todesursache gewesen sein.

Da im Raum Tübingen solche Wiesenbrände gehäuft vorkamen, warnt die Polizei davor, angesichts der großen Trockenheit in der Natur Gartenabfälle und andere Dinge im Freien zu verbrennen. pol/tok