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Aller Anfang ist schwer – in der Rosensteinschule in Stuttgart werden Flüchtlingskinder auf den regulären Schulunterricht vorbereitet. Foto: dpa
Aller Anfang ist schwer – in der Rosensteinschule in Stuttgart werden Flüchtlingskinder auf den regulären Schulunterricht vorbereitet. Foto: dpa
14.09.2015

Flüchtlingskinder in der Schule: Vom Analphabeten bis zum Mathe-Ass

Flüchtlingskinder in der Schule – einige hatten noch nie ein Buch in der Hand, andere sind im Rechnen supergut. In Vorbereitungsklassen lernen sie zunächst Deutsch und Pünktlichkeit.

Spätestens sechs Monate nach ihrer Einreise nach Deutschland sind junge Flüchtlinge in Baden-Württemberg schulpflichtig. Sie können aber schon ab dem ersten Tag zur Schule gehen, wenn sie das möchten. Die Kinder und Jugendlichen kommen zunächst in eine Vorbereitungsklasse. Dort sollen sie möglichst schnell Deutsch lernen, um in die regulären Klassen integriert werden zu können. Auch wenn sie in eine normale Klasse wechseln, werden sie meist noch zusätzlich betreut – etwa über individuelle Deutschkurse.

In diesem Schuljahr werden an den allgemeinbildenden Schulen rund 1,12 Millionen Schüler unterrichtet. Das Land rechnet mit rund 20.000 neuen Flüchtlingskindern an den Schulen. Dort soll es mindestens 1500 Vorbereitungsklassen geben. Ihre Zahl wurde gegenüber dem vergangenen Schuljahr um etwas mehr als 300 aufgestockt – zu der Zeit wurden in den Vorbereitungsklassen rund 16.000 Schüler unterrichtet.

Seit dem Schuljahr 2014/2015 hat Baden-Württemberg zusätzlich rund 560 Stellen für Vorbereitungsklassen und sogenannte VABO-Klassen an Berufsschulen geschaffen. Die Förderung dieser Schülergruppen lässt sich das Land rund 24,8 Millionen Euro im Jahr kosten.