nach oben
Der Flüchtlingsrat in Baden-Württemberg hält beim Planen von Asylunterkünften mehr Transparenz für wichtig. Das könnte nach Einschätzung der Vereinsvorsitzenden sogar gegen die Pegida-Bewegung helfen.
Flüchtlingsrat: Transparenz könnte gegen Pegida helfen © dpa
28.01.2015

Flüchtlingsrat: Transparenz könnte gegen Pegida helfen

Stuttgart. Transparenz beim Planen von Asylunterkünften kann nach Einschätzung der Vorsitzenden des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg Ressentiments vorbeugen. Möglicherweise habe fehlende Transparenz auch der islamkritischen Pegida-Bewegung in Ostdeutschland Zulauf beschert, sagte die Vereinsvorsitzende Angelika von Loeper der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. In Baden-Württemberg laufe die Planung unter Führung des SPD-geleiteten Integrationsministeriums offener ab.

«Da, wo Behörden die Pläne transparent machen, finden sich immer Menschen, die das unterstützen wollen», sagte von Loeper. Wichtig seien auch möglichst kleine Einheiten statt großer Massenunterkünfte. «Dann hat die Bevölkerung das Gefühl: Damit können wir umgehen.»

Der Flüchtlingsrat erfasst keine Daten über die ehrenamtlich engagierten Helfer im Südwesten. Mit der wachsenden Zahl der Asylsuchenden auf knapp 26.000 im vergangenen Jahr, stieg den Angaben zufolge auch jene der Ehrenamtlichen. «Ich würde schätzen, dass sie sich mindestens verdoppelt hat», sagte von Loeper. Einen Zusammenhang mit Pegida - etwa als Gegenreaktion - sieht sie nicht.