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17.09.2016

Flüchtlingsunterkunft nach Brandstiftung wieder bewohnbar

Erbach. Nach einer Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft in Erbach (Alb-Donau-Kreis) können die 26 Bewohner am Sonntag voraussichtlich wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Neun von ihnen waren bei dem Brand in der Nacht zum Samstag verletzt worden. Das Gebäude, in dem auch Obdachlose untergebracht sind, wurde leicht beschädigt.

Hinweise auf Täter oder ein mögliches Motiv gebe es nicht, sagte ein Sprecher der Ulmer Polizei. Eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe beschäftigt sich mit dem Fall. Im Südwesten hatte es im vergangenen Jahr Brandanschläge auf Flüchtlingsheime gegeben. Meist waren diese noch unbewohnt.

Es handelt sich bei der Tat laut Polizei um den Verdacht auf schwere Brandstiftung, weil sich Menschen in dem Gebäude befunden hatten. Das Feuer brach in dem Gebäude aus. Es seien Papier, Pappe und Kleidung angezündet worden, sagte der Polizeisprecher.

Der Bürgermeister von Erbach, Achim Gaus (parteilos), sagte, in seiner Stadt gebe es keine großen Proteste gegen Flüchtlinge und keine besonders negative Stimmung. In dem Haus, in dem Feuer gelegt wurde, seien Flüchtlinge aber auch obdachlose Menschen untergebracht. Sie lebten dort in mehreren Wohnungen.