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Mit Videokameras fischte die Autobahnpolizei nach dem Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring Hobbyrennfahrer aus dem Verkehr auf der A5. Mit diversen Kräften und technischen Möglichkeiten wurde laut Polizei ein "Race after the Race" verhindert.
Mit Videokameras fischte die Autobahnpolizei nach dem Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring Hobbyrennfahrer aus dem Verkehr auf der A5. Mit diversen Kräften und technischen Möglichkeiten wurde laut Polizei ein "Race after the Race" verhindert. © dpa
23.07.2012

Formel-1-Finale: Polizei jagt Möchtegern-Vettels

Sebastian Vettel hat es beim Heim-Grand-Prix auf dem Hockenheimring nicht geschafft. Und etliche Zuschauer, die das Formel-1-Rennspektakel um den Großen Preis von Deutschland auf der Autobahn nachahmen wollten, kamen auch nicht als Sieger ins Ziel. Vettel ist knapp zwei Stunden nach Rennende wegen eines Regelverstoßes vom zweiten auf den fünften Platz zurückgestuft worden, die zivilen Raser mussten für ihre Verfehlungen Sicherheitsleistungen hinterlegen oder dürfen demnächst ein Bußgeld bezahlen. Dafür sorgte das Autobahnpolizeirevier Umkirch, das auf der A5 zwischen Offenburg und Weil ein "Race after the Race" verhinderte.

Umfrage

Illegale Autobahnrennen und tödliche Unfälle: Sind die Strafen für Raser zu gering?

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Mir egal 3%
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Mit diversen technischen Hilfsmitteln verdarben die Autobahnpolizisten den Hobbyrasern den Spaß am Geschwindigkeitsrausch und Tempokitzel auf der A5. In Kooperation mit den Polizeidirektionen Emmendingen und Lörrach wurden vier Videofahrzeuge, eine Geschwindigkeits- und eine Abstandsmessanlage eingesetzt. 59 meist ausländische Raser wurden unmittelbar angehalten und mussten an Ort und Stelle Sicherheitsleistungen hinterlegen. Spitze des Eisberges war diesmal ein Fahrer, der im 120er-Bereich mit 184 Stundenkilometern gemessen wurde. Dem Raser drohen ein hohes Bußgeld sowie ein Fahrverbot.

"Aber auch die anderen hatten keine Chance zu entkommen, wurde doch mittels Polizeihubschrauber der gesamte Autobahnabschnitt aus der Luft gezielt überwacht", berichtet die Polizeidirektion Freiburg. Dass es am Ende, so die Polizeimeldung, "eine insgesamt eher durchschnittliche Bilanz" gab, lag wohl auch am hohen Verkehrsaufkommen.

So verbuchen die Autobahnpolizisten "nur" 785 Geschwindigkeitsüberschreitungen und 130 Abstandsunterschreitungen, also den ganz normalen Autobahn-Wahnsinn. pol/tok