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Mit einem Tesafilm-Abroller hat eine Frau einen Raubversuch in einem Wettbüro vereitelt. Der Täter hatte für den Überfall eine Spielzeugpistole benutzt.
Mit einem Tesafilm-Abroller hat eine Frau einen Raubversuch in einem Wettbüro vereitelt. Der Täter hatte für den Überfall eine Spielzeugpistole benutzt. © dpa
20.01.2012

Frau erkennt Spielzeugpistole und verjagt Räuber

Ettlingen. Auch das fragwürdige Handwerk eines Räubers will gelernt sein. Es soll schon Räuber gegeben haben, die mit einer tropfenden Spritzpistole einen Überfall versucht haben. Andere sind schon geflohen, weil eine resolute Seniorin einfach nur "Nein" gesagt hat. Um solch einen Laien im Räuber-Handwerk dürfte es sich bei dem jungen Mann gehandelt haben, der in Ettlingen ein Wettbüro überfallen hat und von einer jungen, mit einem anscheinend Furcht einflößenden Tesafilm-Abroller bewaffneten Frau in die Flucht geschlagen wurde.

Einen kühlen Kopf bewahrte die 28-jährige Frau aus Karlsruhe, die als Angestellte in dem Ettlinger Wettbüro arbeitet. Am Donnerstagabend um 20.45 Uhr betrat ein maskierter junger Mann das Wettbüro und forderte die Frau auf, das Geld herauszugeben. Dabei fuchtelte er mit einer Pistole vor ihrer Nase herum. Die Wettbüro-Mitarbeiterin aber erkannte, dass es sich bei der Waffe um eine Spielzeugpistole handelte.

Mutig verweigerte sie die Herausgabe von Geld, nahm dann einen größeren Tesafilm-Abroller und drohte dem wahrscheinlich verblüfften Übeltäter. Der Räuber muss wohl von dem Tesafilm-Abroller und der martialischen Erscheinung der Frau so schwer beeindruckt gewesen sein, dass er die Flucht ergriff.

Der Möchtegern-Räuber soll 16 bis 20 Jahre alt und 1,70 Meter groß sein, kurze, dunkle Haare, einen gebräunten Teint und braune Augen haben. Er trug eine schwarze Kapuzenjacke und war mit einem schwarzen Halstuch maskiert. pol

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