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01.10.2012

Frau greift S-Bahnführer an und verletzt sich bei Tritt gegen Bahn

Wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr wird sich eine 43-jährige Frau verantworten müssen, die am Sonntagabend einen S-Bahnführer in Linkenheim während voller Fahrt auf offener Strecke wütend angriff. Als sie aus der Straßenbahn verwiesen wurde, hat sie sich selbst nach einem Fußtritt gegen die Bahn so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Wie die Verkehrspolizei festgestellt hat, randalierte die Frau an der Straßenbahnhaltestelle Linkenheim-Rathaus und pöbelte Passanten an. Anschließend stieg sie in eine Bahn der Linie S1 und beschimpfte Fahrgäste. In der Folge erkundigte sich die wütende Person beim Fahrer bezüglich ihres Fahrtziels, der sie wegen einer dafür nicht ausreichenden Fahrkarte zum Nachlösen aufforderte.

Wutentbrannt griff die 43-Jährige daraufhin durch das Sprechfenster der Fahrerkabinentür und versuchte mehrmals erfolglos, gegen den Kopf des 50-jährigen Bahnfahrers zu schlagen und nach diesem zu greifen. Zu diesem Zeitpunkt fuhr die Bahn auf offener Strecke in Richtung Leopoldshafen mit einer Geschwindigkeit etwa 40 bis 50 Stundenkilometern.

Letztlich wurde die aggressive, schimpfende und beleidigende Karlsruherin an der Haltestelle Leopoldshafen aus der Tram verwiesen. Nachdem diese wieder angefahren war, trat die Frau in ihrer Wut dagegen. Dabei verhakte sich ihr Bein so unglücklich, dass sie stürzte, teilweise unter die Bahn geriet und sich eine offene Unterschenkelfraktur zuzog. Die Schwerverletzte musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Weitere Ermittlungen der Polizei zu möglichen Hintergründen des auffälligen Verhaltens dauern noch an. pol

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