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Ein 25-Jähriger wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil er Ende 2011 einen Freund im Streit mit einem Messerstich ins Herz getötet hat.
Ein 25-Jähriger wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil er Ende 2011 einen Freund im Streit mit einem Messerstich ins Herz getötet hat. © Symbolbild: dpa
06.11.2012

Freund erstochen - Mann muss zehn Jahre in Haft

Karlsruhe. Weil er einen Freund im Streit mit einem Messerstich ins Herz getötet hat, muss ein 25-Jähriger zehn Jahre ins Gefängnis. Der Mann habe spontan und mit Wucht auf sein «vollkommen wehrloses» Opfer eingestochen, sagte der Vorsitzende Richter am Dienstag vor dem Karlsruher Landgericht. Die Kammer erkannte auf Totschlag.

Die Tat hatte sich einen Tag vor Heiligabend 2011 in einer Karlsruher Obdachlosenunterkunft ereignet. Ursprünglich hatte sich der Mann mit dem 31 Jahre alten Freund verabredet, um einem Dritten eine Abreibung zu verpassen. Als der Freund jedoch betrunken zu dem Treffen erschien, sei es zum Streit gekommen, bei dem er zugestochen habe, hatte der 25-Jährige vor Gericht gesagt.

Zunächst hatte er die Tat geleugnet, im Verfahren dann jedoch ein Geständnis abgelegt. Er habe seinen Freund nicht töten wollen, gab er an. Auch der 25-Jährige soll betrunken gewesen sein.

Wegen der nicht eindeutigen Beweislage sowie der offensichtlichen Alkoholisierung des Angeklagten sah das Gericht von einer lebenslangen Haftstrafe ab. Der Richter betonte aber, der Mann sei nicht zu betrunken gewesen, um bei der polizeilichen Vernehmung die Ermittler mit einer Lügengeschichte auf eine falsche Fährte zu locken und die Tatwaffe zu beseitigen.

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