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© Symbolbild: dpa
18.09.2013

Freundin niedergestochen - Gesuchten in Gefängnis aufgespürt

Wie praktisch: Auf der Suche nach einem 24-Jährigen, der am 2. August in der Karlsruher Baumeisterstraße seine 30 Jahre alte Ex-Freundin durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt hatte, führten die Spuren zu einem belgischen Gefängnis. Dort sitzt der junge Mann bereits hinter Gittern – wegen Diebstahls.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe hatten auf eine Spur nach Belgien geführt. Zielfahnder des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg konnten dann nach einem von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe gestellten internationalen Rechtshilfegesuch mit Unterstützung belgischer Zielfahnder den dringend Tatverdächtigen in einer Brüsseler Justizvollzugsanstalt identifizieren.

Der Mann saß dort seit dem 22. August wegen Diebstahls unter Gewaltanwendung in Haft und sollte bereits am Montag (16.09.2013) wieder auf freien Fuß kommen. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe führt die Ermittlungen wegen versuchten Mordes und hat inzwischen bereits die notwendigen Maßnahmen für eine Auslieferung nach Deutschland in die Wege geleitet.

Wie sich zudem herausgestellt hat, handelt es sich nach dem Abgleich der Fingerabdrücke offenbar um einen mit mehreren Aliasnamen agierenden 24-jährigen marokkanischen Staatsangehörigen, der als angeblicher Algerier auch unter falschem Namen in Deutschland Asyl beantragt hatte.

Die 30-jährige Ex-Freundin hatte bei dem unvermittelten Messerangriff lebensbedrohliche Stichverletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich erlitten und nur dank einer Notoperation überlebt.