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07.03.2013

Frontalzusammenstoß mit Sattelzug: Suizid nicht ausgeschlossen

Bruchsal. Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Sattelzug bei Bruchsal wurde ein Autofahrer aus seinem Fahrzeug geschleudert und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen schließt die Polizei einen Selbstmord nicht aus.

Nach den Ermittlungen der Bruchsaler Verkehrspolizei war der in Südhessen wohnhafte Mann bereits seit Mittwochabend von Angehörigen vermisst gemeldet worden. Der 47-Jährige hatte unter Äußerung einer Suizidabsicht die Wohnung verlassen und sich anschließend mit seiner Großraumlimousine und unbekanntem Ziel entfernt.

Der 47-Jährige war schließlich am Donnerstagmorgen um 8.05 Uhr auf der B 35 von der Autobahn kommend in Richtung Bruchsal unterwegs. Etwa auf halber Strecke zwischen der Kammerforststraße (Landesstraße 618) und der Landesstraße 558 zog er seine Großraumlimousine plötzlich auf die Gegenfahrspur.

Ein im selben Moment in Gegenrichtung fahrender 50 Jahre alter Sattelzugführer wollte noch ausweichen, konnte aber einen Frontalzusammenstoß nicht mehr verhindern. Das Schwerfahrzeug geriet in der Folge in einen angrenzenden Graben und verkeilte sich dort. Der Berufskraftfahrer erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen, die ambulant im Krankenhaus versorgt werden konnten.

Während der Unfallaufnahme- und Bergungsarbeiten war die B 35 in beiden Fahrtrichtungen bis in die frühen Nachmittagsstunden voll gesperrt. Eine örtliche Umleitung war durch die Verkehrspolizei über die Industriestraße eingerichtet, so dass es zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen kam.