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Frust über die Schulpolitik - Umfrage der Tageszeitungen im Land zeigt große Unzufriedenheit

Zu den großen Leidtragenden der ersten Corona-Welle im Frühjahr zählten Kinder und Eltern. Nun droht angesichts steigender Infektionszahlen neues Unheil – und das in einer Zeit, in der die Unzufriedenheit der Menschen in Baden-Württemberg insbesondere mit der Bildungspolitik spürbar ist. Das zeigt die erste Welle des Baden-Württemberg-Monitors der baden-württembergischen Zeitungsverlage unter Beteiligung der „Pforzheimer Zeitung“. Die Umfrage zeigt, wie die Bürger in Baden-Württemberg das Krisenmanagement an den Schulen, die Hygienekonzepte, die digitale Ausstattung und die Erfahrungen mit Home-Schooling bewerten.

Das Corona-Krisenmanagement der Landesregierung wird weit überwiegend positiv bewertet. Allerdings ist die Bevölkerung nicht auf jedem Politikfeld mit dem Krisenmanagement der Landesregierung derart zufrieden. So wird gerade die Schulpolitik des Landes in der Corona-Krise wesentlich kritischer gesehen als das generelle Krisenmanagement der Landesregierung. Nur 34 Prozent attestieren der Schulpolitik in der Corona-Krise eine gute oder sehr gute Arbeit, während die Mehrheit Anlass zur Kritik sieht.

Dies prägt auch das Urteil über die Kultusministerin. Allerdings ist Susanne Eisenmann noch einem Drittel der Bevölkerung in Baden-Württemberg unbekannt und weitere 28 Prozent trauen sich kein Urteil zu. Unter denjenigen, die sich bisher ein Urteil gebildet haben, überwiegen jedoch klar negative Bewertungen. Kein gutes Zeichen wenige Monate vor der Landtagswahl im März, bei der Eisenmann als Spitzenkandidatin der CDU gegen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) antritt.

Die Kritik von Bevölkerung und Eltern entzündet sich vor allem an der unzureichenden personellen Ausstattung der Schulen – und 58 Prozent der Eltern sehen Defizite bei der digitalen Ausstattung.

Die Tageszeitungen in Baden-Württemberg wollen es wissen:

In einer groß angelegten Studie befragen sie Bürger des Landes zu verschiedenen Themen. Zum Auftakt steht die Schulpolitik im Mittelpunkt – mit Ergebnissen, die im Kultusministerium von Susanne Eisenmann nicht für Freude sorgen dürften. Denn gerade im Corona-Jahr zeigen sich den Eltern viele Mängel, die zuvor nicht so offensichtlich waren. Die detaillierten Ergebnisse haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt.

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Alexander Huberth

Alexander Huberth

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