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© Symbolbild: dpa
21.02.2014

Fünf mutmaßliche Dealer geschnappt - Flucht endet in Crashserie

Stuttgart/Leonberg. Unverhofftes Ende einer illegalen Einkaufstour: Fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 30 und 39 Jahren wurden in Stuttgart und Leonberg festgenommen, nachdem sie zuvor mit zwei Fahrzeugen in den Niederlanden unterwegs waren und mit mehreren Hundert Gramm Heroin und Kokain im Gepäck von der Polizei in Empfang genommen wurden.

In enger Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Kriminalpolizei in Böblingen gelang es, nach intensiven Ermittlungen „eine Tätergruppierung von Rauschgifthändlern dingfest zu machen“. Auf der Rückfahrt einer Beschaffungstour klickten am Vormittag des vergangenen Dienstags die Handschellen. Bei den fünf Tatverdächtigen wurde nicht nur im Auto eine große Menge Heroin und Kokain sichergestellt, auch bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen konnten Ermittler weitere Beweismittel finden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart hat das Amtsgericht Stuttgart daher gegen alle fünf Tatverdächtige Haftbefehle erlassen.

Eine Spezialeinheit der Polizei hatte die Beschaffungsfahrt der fünf mutmaßlichen Dealer, die mit zwei Fahrzeugen getrennt unterwegs waren, observiert. Der Zugriff auf einen mit drei Tatverdächtigen besetzten Audi erfolgte bei Leonberg. Die anderen zwei wurden mit ihrem BMW in Stuttgart abgefangen. In beiden Fällen versuchten die mutmaßlichen Rauschgifthändler mit ihren Fahrzeugen zu fliehen, wobei es in Stuttgart zu erheblichen Beschädigungen an mehreren Fahrzeugen kam. Dabei entstand rund 30.000 Euro Sachschaden.

Der 30-jährige BMW-Fahrer hatte beim Anhalteversuch der Polizei plötzlich Vollgas gegeben, den Streifenwagen sowie ein am Fahrbahnrand geparktes Auto gerammt. Ein Einsatzbeamter musste sich mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen, blieb aber unverletzt. Weitere Zivilfahrzeuge der Polizei nahmen sofort die Verfolgung des Flüchtenden auf. Wenige hundert Meter weiter rammte schließlich ein Streifenwagen den BMW des Verdächtigen. Dabei sind insgesamt vier weitere an der Straße abgestellte Autos beschädigt worden. Der 30-Jährige verlor durch das Manöver der Beamten die Kontrolle über sein Fahrzeug, das letztlich eine Böschung hinunter rutschte. Kurz darauf ist der Verdächtige von den Einsatzkräften festgenommen worden.