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Minderjährige Flüchtlinge nehmen 2016 in der Karl-Arnold-Schule im Kreis-Berufsschulzentrum in Biberach an der Riß am Unterricht teil.
Minderjährige Flüchtlinge nehmen 2016 in der Karl-Arnold-Schule im Kreis-Berufsschulzentrum in Biberach an der Riß am Unterricht teil. © dpa
21.07.2017

GEW: «Mangelverwaltung» bei der schulischen Flüchtlings-Integration

Stuttgart. Was tun, wenn in der Schule plötzlich die Polizei vor der Tür steht und einen Schüler zur Abschiebung abholen will? Damit Lehrer mit dieser Situation nicht völlig unvorbereitet konfrontiert werden, hat die GEW Ratschläge zusammengestellt.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert mehr Stellen für die schulische Ausbildung von Flüchtlingen. Im kommenden Schuljahr würden den allgemeinbildenden Schulen 200 Lehrerstellen in Flüchtlingsklassen entzogen, obwohl die Schülerzahlen dort nur geringfügig zurückgingen, kritisierte GEW-Landeschefin Doro Moritz am Freitag in Stuttgart. Die «Mangelverwaltung» wirke sich besonders auf die Schularten aus, die bereits mit großen Herausforderungen zu kämpfen hätten: Grund-, Haupt- und Werkrealschulen sowie Gemeinschaftsschulen.

Die GEW und der Flüchtlingsrat legten überdies eine Handlungsanleitung für Lehrer vor, die ihnen den Umgang mit Abschiebungen an der eigenen Schule erleichtern soll. Im Mittelpunkt stehen Ratschläge, wie man eine Abschiebung eines Schülers nicht unterstützen beziehungsweise verhindern kann.