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Heute wird vor dem Oberlandesgericht der Prozess um die Morde und Terroranschläge des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) und um die Angeklagte Beate Zschäpe fortgesetzt.
Heute wird vor dem Oberlandesgericht der Prozess um die Morde und Terroranschläge des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) und um die Angeklagte Beate Zschäpe fortgesetzt. © dpa
30.07.2013

Gall: 31 Menschen aus NSU-Umfeld haben Bezüge zum Südwesten

31 Menschen aus dem Umfeld der rechtsextremen Terrorzelle NSU haben nach Medienberichten Bezüge nach Baden-Württemberg. Das hat Innenminister Reinhold Gall (SPD) auf eine Anfrage der Grünen im Landtag mitgeteilt.

Diese Zahl verdeutliche, dass Baden-Württemberg ein Neonazi-Problem habe, sagte der Grünen-Abgeordnete Alexander Salomon den beiden Blättern. Er sehe aber keinen Anlass für einen NSU-Untersuchungsausschuss.

Gall geht den Berichten zufolge nicht davon aus, dass sich Mitglieder des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) nach dem Abtauchen 1998 auf ein Unterstützernetzwerk im Land gestützt haben. Weder hätten bisher unbekannte Mittäter aus dem Land identifiziert noch weitere Straftaten dem NSU-Trio zugeordnet werden können. Die Sicherheitsbehörden könnten offenbar aber nicht ganz ausschließen, dass die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, zeitweise in Baden-Württemberg untergetaucht ist.

Der NSU soll zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen umgebracht haben, darunter die Polizistin Michele Kiesewetter in Heilbronn.