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Das Foto aus der Bordkamera eines Hubschraubers zeigt die verheerenden Folgen einer Gasexplosion in Ludwigshafen. Auch am Tag danach kann die Feuerwehr noch nicht Entwarnung geben, denn immer noch werden Gasausdünstungen gemessen. © Polizei/dpa
24.10.2014

Gasexplosion in Ludwigshafen: Noch keine Entwarnung

Nach der gewaltigen Gasexplosion in Ludwigshafen haben die Einsatzkräfte noch keine Entwarnung gegeben. Die Feuerwehr habe ein neu entdecktes Leck zwar abgedichtet, dennoch seien bei Messungen immer noch leichte Gasausdünstungen festgestellt worden, sagte ein Polizeisprecher am frühen Freitagmorgen.

Bildergalerie: Ein Toter und viele Verletzte nach Gasexplosion in Ludwigshafen

Dabei handele es sich eventuell um Restgas aus der Leitung, das über das Erdreich nach oben trete. Die Gefahrensituation habe sich nicht verschärft, die Feuerwehr werde aber noch mehrere Stunden benötigen, um die Situation zu klären, sagte der Sprecher weiter.

Anwohner in einem Radius von 150 Metern rund um den Ort der Explosion waren aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben.

Die Detonation während Arbeiten an einer Gasleitung im Ludwigshafener Stadtteil Oppau hatte am Donnerstag einen Bauarbeiter in den Tod gerissen. 26 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion haben Staatsanwaltschaft und Polizei übernommen. Dies werde längere Zeit in Anspruch nehmen, teilte ein Polizeisprecher mit.

Rund 50 Häuser waren bei dem Unglück beschädigt worden, am Explosionsort klaffte ein etwa fünf bis sechs Meter tiefer Krater mit einem Durchmesser von zehn Metern. Mehrere Wohnungen konnten nicht mehr genutzt werden, die Bewohner wurden zunächst im Bürgerhaus des Stadtteils untergebracht.

Der Bautrupp hatte an einer Hochdruckgasleitung gearbeitet, an der vor einigen Tagen ein Problem festgestellt worden war. Weil von der Explosion auch ein Glasfaserkabel der Telekom betroffen war, fielen in Frankenthal und Worms Telefone aus. Der Unglücksort liegt in der Nähe eines Werksgeländes des Chemiekonzerns BASF.

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