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Willkommen in Karlsruhe: Für Kanzlerin Angela Merkel gab es einen Plüschwolf von Guido Wolf, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Foto: Kappeler
14.12.2015

Gastgeschenk vom Gastgeber: Ein Wolf vom Wolf

Nein, diese Chance konnte Guido Wolf sich nicht entgehen lassen: Zu Beginn des Parteitags wandte sich der CDU-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg an die Delegierten und lederte ordentlich los. Wolf, der seit einigen Wochen zu jenen CDUlern gehört, die in der Flüchtlingskrise härtere Regeln fordern, kramte einen CDU-Klassiker aus der Mottenkiste der verstaubten Redewendungen: „Multikulti ist gescheitert.“ Weit mehr Applaus gab es für einen anderen Satz: „Wir brauchen eine bessere Welt, aber wir brauchen keine grünen Weltverbesserer, die uns jeden Tag sagen, was wir tun sollen.“

Grün-Rot sei gescheitert, Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gebe seit Monaten im Windschatten von Angela Merkel den Kanzlerinnenversteher. Allerdings vergesse er, dass man auch im Windschatten in die Pedale treten müsse. Für Erheiterung sorgte er mit einem Geschenk für Merkel, einem Plüschwolf der baden-württembergischen Firma Steiff. Schließlich habe sogar der Nabu Baden-Württemberg zum Wolf-Erwartungsland gekürt.

Merkel nahm das unhandliche Tier ein wenig ratlos entgegen, fand aber schnell zum ihr eigenen Humor zurück: „Damit kann ich relativ locker umgehen, weil in Brandenburg der Wolf schon lange zu Hause ist.“