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Ein Prosit auf Spitzenkoch Eckart Witzigmann.  Foto: Kneffel
Ein Prosit auf Spitzenkoch Eckart Witzigmann. Foto: Kneffel
15.09.2017

Gastronomie ehrt ihre Größen

Eine der bedeutendsten Auszeichnungen des Gastgewerbes, der Rumohr-Ring, wird am Montag zum 20. Mal verliehen: an den Baiersbronner Hotelier Hermann Bareiss (73) und an den „Jahrhundertkoch“ (Gault Millau) Eckart Witzigmann (76). Der Ring wird vergeben von der Gastronomischen Akademie Deutschlands und ist benannt nach dem deutschen Kunsthistoriker, Zeichner, Maler und Gastrosophen Carl Friedrich von Rumohr (1785 bis 1843). Vergeben wird er für besondere Verdienste um die Kochkunst sowie die Hotel-, Tafel- und Weinkultur.

Der Österreicher Witzigmann war der erste Koch, der in Deutschland drei Michelin-Sterne erhielt. Er prägte Generationen von herausragenden Köchen – und ist seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden mit dem „Hotel Bareiss“ in Mitteltal, dessen Personifizierung der Patron des Hauses ist, auch wenn Hermann Bareiss das operative Geschäft weitgehend in die Hände seines Sohnes Hannes und seiner Schwiegertochter Britta gelegt hat. Hermann Bareiss, so die Akademie, habe das einst beschauliche Kurhotel Mitteltal seiner Mutter Hermine zu einem der führenden Ferienressorts in Europa gemacht.

Kulinarisches Aushängeschild ist das Drei-Sterne-Restaurant, aus dessen Küche heraus Claus-Peter Lumpp (53) die Gäste der Preisverleihung bekochen wird. Lumpp kochte in den 1980er-Jahren unter anderem bei Eckart Witzigmann in dessen Münchener Restaurant „Aubergine“.

Sein ehemaliger Drei-Sterne-Kollege vom Baiersbronner Mitbewerber, Harald Wohlfahrt (61), jahrzehntelang das Aushängeschild der „Schwarzwaldstube“ in der „Traube Tonbach“, der sich im Unfrieden von „Traube“-Patron Heiner Finkbeiner getrennt hatte (die PZ berichtete), wird ab Saison-Beginn kulinarischer Berater des Gastronomiebereichs des Festspielhauses Baden-Baden. In der Kurstadt an der Oos hatte der gebürtige Loffenauer unter anderem im damals renommierten „Stahlbad“ (zwei Sterne) gearbeitet. Wie Lumpp kochte auch Wohlfahrt unter Witzigmann in der „Aubergine“.