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16.11.2012

Gefährliche Brandstiftung in Männerwohnheim: Obdachloser gesteht

Karlsruhe. Dank des entschlossenen Eingreifens eines Zimmerbewohners entstand am Donnerstagabend durch einen vorsätzlich gelegten Brand in einem als Obdachlosenunterkunft genutzten ehemaligen Hotel an der Humboldtstraße in Karlsruhe nur geringer Sachschaden. Ein 42 Jahre alter Obdachloser aus dem Männerwohnheim wurde als Tatverdächtiger ermittelt.

Ein in einem Raum im vierten Obergeschoss nächtigender Mann war um 21.15 Uhr durch Feueralarm aus dem Schlaf geschreckt worden. Im Flur hatte er dann vor der Tür eines Nachbarzimmers einen in Flammen stehenden Zeitungsstapel entdeckt und das auf die Tür übergreifende Feuer kurzerhand mit einem nassen Lappen ausgeschlagen.

Die Ermittlungen führten die alarmierten Kriminalbeamten rasch zu einem gleichfalls auf dem Stockwerk untergebrachten 42-jährigen Wohnsitzlosen, den sie schlafend in seinem Zimmer antreffen konnten. Den Recherchen zufolge war der mit rund 1,6 Promille unter erheblicher Alkoholeinwirkung stehende Festgenommene im Laufe des Abends mit einem 58 Jahre alten Zimmernachbarn in Streit geraten. Kurz vor Brandausbruch wurde der 42-Jährige noch beobachtet, wie er die Zeitungen vor dem Zimmer seines Kontrahenten stapelte; doch hatte der Zeuge diesem Geschehen zunächst keine Bedeutung beigemessen.

Der 42-Jährige kam schließlich für den Rest der Nacht in eine Zelle der Polizei. Am Freitagmorgen legte er gegenüber Kriminalbeamten ein Geständnis ab. Aufgrund des Ermittlungsstandes stellt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen den Beschuldigten Antrag auf Erlass eines Haftbefehls. pol