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Solch ein Fressköder ängstigt Hundehalter im Raum Östringen/Odenheim/Zeutern. Der Inhalt der Wiener Würstchen könnte zu inneren Verletzungen der Tiere führen.
Solch ein Fressköder ängstigt Hundehalter im Raum Östringen/Odenheim/Zeutern. Der Inhalt der Wiener Würstchen könnte zu inneren Verletzungen der Tiere führen. © Polizei
17.11.2015

Gefährliche Fressköder für Hunde ausgelegt

Östringen/Odenheim/Zeutern. Bei einem Spaziergang hat eine Hundehalterin am Montagmittag auf dem Radweg zwischen Odenheim und Zeutern mehrere präparierte Fressköder entdeckt. Die Frau war um 13.30 Uhr mit ihrem Hund unterwegs als dieser plötzlich ein am Boden liegendes Wurststück ins Maul nahm. Die Hundehalterin bemerkte dies, konnte die Aufnahme weiterer präparierter Wurststücke verhindern und alarmierte danach die Polizei.

Nach bisherigen Erkenntnissen hat der Hund durch die Aufnahme eines der Fressköder scheinbar keine Verletzungen erlitten. Die Frau brachte die Köder zur Polizei und ließ den Hund vorsorglich tierärztlich untersuchen. Aufgrund des frischen Zustandes der Wiener Wurststückchen, in denen zum Teil scharfkantige, harte Gegenstände steckten, ist davon auszugehen, dass die Fressköder vor höchstens zwei bis drei Tagen dort ausgebracht wurden.

Die weiteren Ermittlungen hat der Fachdienst "Gewerbeüberwachung und Umweltschutz" des Polizeipräsidiums Karlsruhe übernommen. Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat oder Hinweise zum Täter geben kann, wird gebeten, sich direkt mit den Ermittlern des Fachdienstes unter Telefon (0721) 666-3802 in Verbindung zu setzen.

Die Ermittler haben unter anderem folgende Fragen: Sind Hundehalter im betroffenen Bereich in der Vergangenheit aggressiv oder kritisch angesprochen beziehungsweise angegangen worden? Sind dort Personen aufgefallen, die sich in irgendeiner Weise verdächtig oder unschlüssig verhielten? Gab es Vorfälle, bei denen Hunde nach einem Gassi-Gang im genannten Gebiet unter krankhaften Erscheinungen litten? Die Polizei bittet darüber hinaus alle Hundebesitzer, ihre Tiere beim Gassi gehen zu beaufsichtigen und besonders genau darauf zu achten, dass kein fremdes Futter aufgenommen wird.

Falls ein Hund etwas Gefährliches gefressen hat oder Vergiftungserscheinungen zeigt, rät die Polizeihundeführerstaffel kühlen Kopf zu bewahren, schnellstmöglich mit dem Vierbeiner zum Tierarzt zu gehen, auch nachts Erbrochenes oder Ausgeschiedenes vorsichtig in einer Plastiktüte zu sichern (Eigenschutz beachten und zum Beispiel Gummihandschuhe tragen) und, wenn möglich, den Stoff mitbringen, von dem das Tier gefressen hat. Auch hier gilt, zuallererst an die eigene Gesundheit zu denken, denn manches ist für den Menschen genauso gefährlich. In allen Verdachtsfällen kann Anzeige bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle erstattet werden.