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Nicht immer kommt alles Gute von oben: In Fellbach war es ein Eisbrocken, der plötzlich - und gefährlich - vom Himmel fiel.
Eisbrocken Fellbach © Polizei
20.01.2012

Gefährliche Himmelsbotschaft: Eisbrocken kracht auf Haus

Fellbach. Nein, es war nicht der Wettergott, der es am Mittwoch auf das Haus einer Anwohnerin in Fellbach im Rems-Murr-Kreis abgesehen hatte – auch wenn der große Eisbrocken, der ihre Dachziegel zerstörte, vom Himmel gefallen war. Doch die Polizei fand eine bessere Erklärung: Der Eisbrocken, so die Erklärung der Beamten, müsse von einem Flugzeug stammen.

Die nicht alltägliche Entdeckung hatte die Anwohnerin am Donnerstag gemacht: In ihrem Garten fand sie einen Handteller großen Eisbrocken vor. Das kommt zwar in der Natur durchaus vor. Der Haken an der Sache: Im Rems-Murr-Kreis hatte es zu diesem Zeitpunkt weder gehagelt noch geregnet.

Allerdings erinnerte sich die Fellbacherin daran, dass sie am Mittwoch gegen 6 Uhr einen lauten Schlag gehört hatte. Eine Nachschau am Hausdach ergab nun, dass ein Dachziegel eingebrochen war. Offensichtlich war der Eisbrocken auch ohne natürlichen Niederschlag vom Himmel gefallen.

Recherchen durch die Polizei ergaben, dass dies in Einflugsschneisen von Flughäfen durchaus vorkommen kann: „Vereinzelt erreichen uns Meldungen, dass mehr oder minder große Eisbrocken vom Himmel gefallen sind, manchmal grünlich oder bläulich gefärbt und oft schlecht riechend“, so ein Informationsschreiben des Luftfahrt-Bundesamtes. Dieses erklärt weiter: „Als Verursacher kann eigentlich nur ein Luftfahrzeug in Frage kommen.“

Kurios: Für die Dame ist der Vorfall kein Einzelfall. Denn vor ungefähr einem Jahr hatte sie schon einmal einen ungewöhnlich großen Eisbrocken im Garten entdeckt. pol/sw