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Auf einer Regionalbahn wie dieser sind am Samstagabend zwei Jugendliche auf den Puffern "mitgesurft".
Auf einer Regionalbahn wie dieser sind am Samstagabend zwei Jugendliche auf den Puffern "mitgesurft". © Symbolbild dpa
09.10.2017

Gefährlicher Spaß bei hohen Geschwindigkeiten: Bundespolizei sucht "Trainsurfer"

Karlsruhe/Bruchsal/Stuttgart. Verrückt: Sie riskierten ihr Leben für einen gefährlichen Spaß: Am Samstagabend fuhren zwei Jugendliche auf den Puffern einer Regionalbahn von Karlsruhe-Durlach in Richtung Stuttgart.

Gegen 20.15 Uhr teilten mehrere Reisende einer S-Bahn auf dem Weg nach Bruchsal der Bundespolizei mit, dass Sie soeben beobachteten, wie zwei jugendliche "Trainsurfer" auf den Puffern einer entgegenkommenden Regionalbahn mitfahren würden.

Bei den Puffern handelt es sich neben der Kupplung um Teile, welche die Verbindung der Lokomotive mit dem Wagen während der Fahrt gewährleistet. Die derzeit noch unbekannten Jugendlichen stiegen nach ersten Erkenntnissen in Durlach am Ende des Zuges auf diese Puffer auf und hielten sich während der Fahrt am Scheibenwischer fest. Nach der sofortigen Sperrung der Strecke sowie dem Halt des Zuges kurz nach Bruchsal, flüchteten die beiden Jugendlichen. Durch die Bundespolizei wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachtes des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Regionalbahnen erreichen auf dieser Strecke Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h pro Stunde, entgegenkommende Fernverkehrszüge sogar Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h.

Selbst bei langsameren Geschwindigkeiten kann ein Herunterfallen vom Zug tödlich enden. Zudem besteht bei Kontakt mit den Oberleitungen (15.000 Volt) die Gefahr eines tödlichen Stromschlages.

Die Bundespolizei appelliert deshalb auch eindringlich an die Eltern, ihre Kinder über die Gefahren auf Bahnanlagen aufzuklären.

Zeugen des Vorfalls werden gebeten sich mit der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe unter der Telefonnummer (0721) 12016-0 in Verbindung zu setzen.

Einige "Trainsurfer" brüsten sich im Internet mit ihren vermeintlich mutigen Stunts auf den Zügen. Allerdings zeigen die Netz-Videos auch, wie gefährlich das "Trainsurfen" sein kann – bitte auf keinen Fall nachmachen!

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