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© Symbolbild: dpa
15.02.2016

Gefährliches Ausbremsen und Überholen mit Schlägen "korrigiert"

Autofahren ist gefährlich. Gegen Zusammenstöße und ähnliche Unfälle gibt es Sicherheitsgurte, ABS, Notfallbremssysteme, Airbags, Knautschzonen und anderes mehr. Nur ein technisches Hilfsmittel gegen wild gewordene Autofahrer sucht man bislang vergebens. Und so verzeichnet die Polizei in der weiteren Region gleich zwei wütende Fahrer, die sich zu gefährlichen Bremsmanövern und Schlägen hinreißen ließen.

Das Polizeirevier Ditzingen sucht Zeugen, die Angaben zu einem Vorfall machen können, der sich am Sonntag um 16.40 Uhr auf der B295 zwischen Stuttgart-Weilimdorf und Ditzingen und im weiteren Verlauf in Ditzingen ereignete. Im Bereich der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach, auf Höhe der dortigen Autobahnauffahrt in Richtung Stuttgart, stand auf der rechten Geradeausspur an einer roten Ampel ein Alfa Romeo eines 45-jährigen Autofahrers und davor ein weißer Ford S Max. Als die Ampel auf Grün umschaltete, fuhr der Ford wohl zunächst los und bremste dann wieder ab, woraufhin der 45-Jährige und ein nachfolgender Verkehrsteilnehmer abbremsen mussten.

Nachdem der Ford-Fahrer ein zweites Mal abrupt bremste, wechselte der 45-Jährige auf den linken Fahrstreifen und überholte den Ford. Daraufhin wechselte der bislang unbekannte Ford-Fahrer ebenfalls auf den linken Fahrstreifen und fuhr dem Alfa Romeo auf der Siemensstraße in Richtung Leonberg hinterher. Im weiteren Verlauf überholte der Unbekannte im Ford den 45-Jährigen, in dem er rechts an ihm vorbei fuhr. Beim Wiedereinscheren nach links schnitt er den Alfa-Fahrer und bremste schließlich bis zum Stillstand ab. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, musste der 45-Jährige eine Vollbremsung durchführen.

Dann stiegen beide Fahrer aus und es kam zu einer verbalen und handgreiflichen Auseinandersetzung, wobei der 45-Jährige durch den Unbekannten gegen seinen Alfa Romeo gestoßen und dadurch leicht verletzt wurde. Während der Auseinandersetzung versuchte die Ford-Beifahrerin den Unbekannten zu beruhigen, was jedoch misslang. Nachdem ein 30-Jähriger dem 45-Jährigen zur Hilfe kam, stieg der unbekannte Ford-Fahrer in sein Fahrzeug ein und fuhr davon.

Ein Überholvorgang am Sonntag um 19.30 Uhr auf der Strecke zwischen Tamm und Asperg war vermutlich ursächlich für einen handfesten Streit zwischen zwei Autofahrern, bei dem auch zugeschlagen wurde. Ein 18 Jahre alter Skoda-Fahrer war auf der L1110 von Tamm in Richtung Asperg unterwegs, als er ein vor ihm fahrendes Auto überholte. Obwohl ihm ein Auto entgegen kam, setzte er seinen Überholvorgang fort und scherte danach vor dem überholten Auto ein. Anschließend fuhr der junge Mann weiter Richtung Asperg.

Dort hielt er an einer Ampel an. Kurz darauf hielt ein weiteres Fahrzeug hinter ihm. Der bislang unbekannte Fahrer stieg aus, öffnete die Fahrertür des Skoda und äußerte sich wütend zu dem vorherigen Überholvorgang. Im weiteren Verlauf schlug der Unbekannte den 18-Jährigen wohl mehrfach mit der Hand ins Gesicht. Anschließend ging er zurück zu seinem Auto und fuhr weg.