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© Symbolbild: dpa
09.04.2014

Gegenseitig auf B31 ausgebremst und dann geprügelt

Für auffällig gewordene Verkehrsteilnehmer gibt es zum Beispiel den Idiotentest, um sie wieder zu ordnungsgemäßem Verhalten zu erziehen. Eine Verkehrserziehung per Bremspedal und mit der Faust hat der Gesetzgeber nicht vorgesehen. Ein Auto- und ein Lkw-Fahrer hatten sich auf der B31 jedoch genau auf diese Art disziplinieren wollen. Am Ende ging einer zu Boden und beide Kontrahenten machten mit der örtlichen Polizei Bekanntschaft.

Umfrage

Werden Autofahrer immer aggressiver?

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Stimmen gesamt 416

Am Dienstag zwischen 18.30 und 18.45 Uhr wurde der Fahrer eines ungarischen Sattelzuges auf der B31 mehrfach von einem Autofahrer überholt und anschließend heruntergebremst. Der scheinbar mit zweifelhaften pädagogischen Fähigkeiten behaftete Autofahrer wollte den angeblich zu schnell fahrenden Lkw-Fahrer auf diese gefährliche Art disziplinieren.

Im Bereich der Abfahrt Löffingen verließ der Autofahrer die B31. Er befand sich noch auf der Abbiegespur, als er von dem Sattelzug überholt, geschnitten und seinerseits ausgebremst wurde. Glücklicherweise kam es dabei zu keinem Verkehrsunfall.

Der Lkw-Fahrer stieg aus und ging auf den Autofahrer zu. Dieser soll daraufhin geschrien und den Lkw-Fahrer angegriffen haben. Der Ungar versuchte es dann auf seine eigene Art der Verkehrserziehung und schlug dem Autofahrer mit der Faust ins Gesicht, worauf dieser zu Boden ging. Er musste später vom DRK ambulant behandelt werden.

Nach Abschluss der Ermittlungen gelangen nun beide Verkehrsteilnehmer zur Anzeige. Eine ordnungsgemäße Verkehrserziehung ohne Bremspedal und Faust würde beiden wohl nicht schaden.