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Fritz Keller, Präsident des SC Freiburg, jubelt am 01.02.2015 im Rathaus in Freiburg (Baden-Württemberg) beim positiven vorläufigen Ergebnis des Bürgerentscheids. 45 629 Einwohner von Freiburg haben sich in einem Bürgerentscheid für den Neubau eines Fußballstadions für den Bundesligisten SC Freiburg ausgesprochen.
Gegner erwägen rechtliche Schritte gegen neues Stadion in Freiburg © dpa
02.02.2015

Gegner erwägen rechtliche Schritte gegen neues Stadion in Freiburg

Freiburg. Nach dem Bürgervotum für ein neues Stadion in Freiburg geben sich die Gegner des Standorts im Stadtteil Wolfswinkel noch nicht geschlagen. «Der Bürgerentscheid ist zwar zu Ende, aber das Stadion steht noch nicht. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt», sagte Udo Harter, Mitglied der Bürgerinitiative Pro Flugplatz und des Gemeinderats, der «Badischen Zeitung».

Auf die Frage, ob er nun Ernst mache mit angedrohten rechtlichen Schritten, sagte Harter: «Das kann durchaus sein. Allerdings hängt diese Entscheidung davon ab, wie sich das weiterentwickelt.» Er habe dem Präsidenten des SC Freiburg, Fritz Keller, ein Gespräch angeboten. «Ich hoffe, er nimmt das Angebot wahr.»

Bei dem mit Spannung erwarteten Bürgerentscheid am Sonntag hatte sich eine Mehrheit von 58,2 Prozent der Abstimmenden für das umstrittene Projekt ausgesprochen. Läuft alles nach Plan, kann der SC von 2019 an in der neuen, 35 000 Zuschauer fassenden Arena in Wolfswinkel spielen. Anwohner klagen unter anderem über die Folgen für Flora und Fauna. Das Stadion werde auch die Luftzufuhr für das Stadtgebiet negativ beeinflussen, der benachbarte Flugplatz zudem vor nicht absehbare Probleme gestellt.