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Spurensicherung im Fall Kiesewetter. Beamte der Spurensicherung arbeiten am 25.04.2007 an dem Tatort, an dem Michèle Kiesewetter getötet und Polizist Martin A. schwer verletzt wurde. © dpa
Der Ausschussvorsitzende Wolfgang Drexler (SPD) spricht am 19.09.2016 bei einem Pressebriefing vor der ersten öffentlichen Sitzung des zweiten NSU-Untersuchungsausschusses im baden-württembergischen Landtag in Stuttgart. © dpa
Axel Mögelin, der letzte Leiter der mittlerweile aufgelösten Polizei-Sonderkommission «Parklatz» erklärt Wolfgang Drexler, dem Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses «Rechtsterrorismus/NSU BW» des Landtags von Baden-Württemberg, den Tatablauf. © dpa
19.09.2016

Geheimdienste am Tag der Ermordung Kiesewetters in Heilbronn?

Stuttgart - Zu Beginn seiner Arbeit beschäftigt sich der zweite NSU-Untersuchungsausschuss im baden-württembergischen Landtag mit der Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn. Bei der ersten öffentlichen Sitzung des Gremiums am Montag, in Stuttgart geht es um die Frage, ob sich am Tattag, dem 25. April 2007, Mitglieder deutscher oder amerikanischer Geheimdienste in Heilbronn aufgehalten haben.

Sowohl der NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag als auch der erste NSU-Ausschuss in Stuttgart konnten solche Vermutungen bislang nicht erhärten. Der Ausschuss will einen ehemaligen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes und einen ehemaligen Beschäftigten eines amerikanischen Militärgeheimdienstes befragen.

Der Mord an Kiesewetter wird den Rechtsterroristen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) zugeschrieben, die nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft für insgesamt zehn Morde zwischen 2000 und 2007 verantwortlich sind. Der zweite NSU-Ausschuss soll die Bezüge des NSU nach Baden-Württemberg und mögliches Behördenversagen beleuchten.

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