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Nils Schmid  will, dass mittelgroße Städte mehr Bauplätze für Sozialwohnungen ausweisen. Foto: dpa
Nils Schmid will, dass mittelgroße Städte mehr Bauplätze für Sozialwohnungen ausweisen. Foto: dpa
22.02.2016

Gemeinsamer Kampf gegen Mangel an Sozialwohnungen

Stuttgart. Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid (SPD) hat mittelgroße Städte im Land aufgefordert, Bauplätze für Sozialwohnungen auszuweisen. Nicht nur Großstädte seien in der Verantwortung, Flüchtlinge und andere finanzschwache Menschen Wohnungen anzubieten, sondern auch Mittelzentren, sagte er am Montag in Stuttgart. Ein „Pakt für bezahlbares Wohnen“ mit Kommunen rückt näher, könnte aber durch veränderte Machtverhältnisse nach der Wahl am 13. März ausgebremst werden.

Doch die Kommunen wollen weiter an einem gemeinsamen Plan gegen Wohnungsmangel arbeiten – „egal, wer regiert“, sagte eine Sprecherin des Gemeindetags. „Es muss einiges getan werden, damit schneller gebaut werden kann.“ Die Kommunen erarbeiten derzeit unter Federführung des Gemeindetags ein Eckpunktepapier.

Laut Schmid müssen in den nächsten fünf Jahren 25.000 Sozialwohnungen im Land entstehen, um Flüchtlinge und andere finanzschwache Menschen unterzubringen – jährlich 5000 Wohneinheiten. 2015 wurden nur 1400 Sozialwohnungen über das Landeswohnbauprogramm gefördert. Der Städtetag hält 5000 Wohnungen für die untere Grenze.