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Baden-Württemberg, so der Leiter des Landesamts für Geologie Ralph Watzel, ist kein Top-Standort für ein atomares Endlager. Foto: dpa
Baden-Württemberg, so der Leiter des Landesamts für Geologie Ralph Watzel, ist kein Top-Standort für ein atomares Endlager. © dpa
14.06.2011

Geologe: Südwesten kein Top-Standort für Endlager

FREIBURG. Der Südwesten ist nach Angaben des Landesamts für Geologie größtenteils ungeeignet für ein atomares Endlager.

«Die Standortsuche dürfte sich in Baden-Württemberg auf die Tongesteine konzentrieren», sagte der Behördenleiter Ralph Watzel in Freiburg in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Lediglich Teile der Schwäbischen Alb und Oberschwabens sowie der Landkreis Konstanz kämen theoretisch infrage.

Doch auch vermeintlich sichere Tongesteine seien mit größter Vorsicht zu betrachten, betonte Watzel: «Eines der größten Hindernisse dürften die Frage der Erdbebensicherheit und des möglichen Vulkanismus, die vermutlich zu geringe Dicke des Gesteins sowie vorhandene Grundwasservorkommen sein.» Bevor eine deutschlandweite Standortsuche beginne, müsse zunächst das Verfahren festgelegt werden. «Bis das Verfahren steht, wird es Jahre dauern; die Suche selbst wird Jahrzehnte in Anspruch nehmen.» dpa

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