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Einsatzkräfte des SEK.
Einsatzkräfte des SEK. © Symbolbild dpa
30.12.2017

Gerade noch auf Facebook angegeben und schon steht die Polizei im Wohnzimmer

Bretzfeld. Facebook mit seiner vermeintlichen Anonymität ist ein hervorragendes Medium, um in bestimmten Kreisen mal „die Sau rauslassen“ zu können oder „einen auf dicke Hose“ zu machen. Und das geht natürlich besonders gut, wenn man fürs Foto mit einer Maschinenpistole posiert und davon schwadroniert, mit dieser Waffe an Silvester Krach zu machen. Dumm nur, wenn das die Polizei mitbekommt und plötzlich in der Wohnung steht und nach der MP sucht. 

Aus dem gesamten Bundesgebiet gingen sowohl beim Landeskriminalamt als auch beim Polizeipräsidium Heilbronn Hinweise ein, dass auf einer Facebookseite ein Mann mit einer Maschinenpistole posiere. Das Bild war mit dem Hinweis untertitelt, er bräuchte keine Böller, sondern hätte die MP zum Krach machen. Ermittlungen ergaben schnell, dass es sich um einen 21-Jährigen aus Bretzfeld handelt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft und einem Richter wurde die Wohnung des darauf wohl nicht unbedingt vorbereiteten Mannes von Beamten des Kriminaldauerdienstes und des Polizeireviers Öhringen durchsucht. Die Beamten fanden auch tatsächlich die auf dem Facebook-Bild abgelichtete Waffe, die einer echten Maschinenpistole täuschend ähnlich war, obwohl es sich nur eine eher ungefährliche Schreckschusswaffe handelte. Sie wurde, um weiteren Missbrauch zu verhindern, sichergestellt.