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Symbolbild: dpa © Symbolbild: dpa
02.10.2017

Gerade raus aus dem Knast und gleich wieder als Autoknacker in U-Haft

Karlsruhe. Dank eines aufmerksamen Anwohners konnten Polizisten in der Nacht auf Samstag einen mutmaßlichen Autoaufbrecher in Karlsruhe noch während der Tatausführung festnehmen. Als die Polizei eintraf, hing der Mann noch mit dem Oberkörper durch die eingeschlagene Autoscheibe im Innenraum des Fahrzeugs, wo er sich am Navi zuschaffen gemacht hatte.

Um 4.30 Uhr vernahm ein Anwohner in Karlsruhe das Geräusch einer berstenden Glasscheibe. Als der Zeuge daraufhin der Ursache des verdächtigen Geräuschs auf den Grund gehen wollte, bemerkte er auf dem Gehweg eine Person, die sich an einem geparkten Mercedes zu schaffen machte und sich schließlich in das Fahrzeug hineinbeugte. Der Anwohner reagierte sofort und verständigte die Polizei.

Als die Polizeibeamten nur kurze Zeit später die Leopoldstraße erreichten, erwischten sie dort den 34-jährigen Verdächtigen, der Oberkörper noch immer durch die eingeschlagene Beifahrerscheibe in den Innenraum des Mercedes gebeugt war. Das Navigationssystem des Autos hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits nahezu vollständig ausgebaut. Gegen die anschließende Festnahme setzte sich der stark alkoholisierte 34-Jährige zur Wehr, wobei ein Beamter leicht verletzt wurde.

Bei der folgenden Überprüfung des Verdächtigen stellte sich heraus, dass der aus Chemnitz stammende Mann erst wenige Tage zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden war. Nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsstaatsanwalt wurde der 34-Jährige, der bereits mehrfach durch Eigentumsdelikte in Erscheinung getreten ist, am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug.