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10.03.2015

Gewalt: Besorgnis vor Pegida-Demo in Karlsruhe

Vor der dritten Versammlung der Pegida-Bewegung in Karlsruhe am Dienstag (18.30 Uhr) zeigen sich Polizei und Politiker besorgt, dass es wieder zu Gewalt von Gegendemonstranten kommen könnte. «Wir sind auf alles vorbereitet und hoffen auf einen gewaltfreien Verlauf», sagte eine Polizeisprecherin am Montag. In einer Erklärung der CDU-Fraktion im Karlsruher Gemeinderat hieß es: «Die Innenstadt darf nicht zur Spielwiese von gewalttätigen Linksautonomen verkommen.»

In der vergangenen Woche waren bei Zusammenstößen der Polizei mit linksgerichteten Gegendemonstranten mindestens vier Menschen verletzt und zehn festgenommen worden. Pegida-Anhänger zogen mit Deutschlandfahnen durchs Stadtzentrum und riefen Sprechchöre wie «Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen.»

Diesmal rechnet die Polizei erneut mit etwa 200 Anhängern der islamkritischen Bewegung, die im Herbst 2014 in Dresden begann und zwei Ableger in Baden-Württemberg fand: neben Karlsruhe auch in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis). Aufseiten der Gegendemonstranten erwartet die Polizei etwa 500 bis 700 Teilnehmer.