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Symbolbild: Jungbulle reißt aus.
Jungbulle © Symbolbild: dpa
03.01.2013

Gewiefter Jungbulle hält 40 Polizisten stundenlang auf Trab

Hemmingen. Polizei in Hemmingen weiß sich nicht mehr zu retten, als mit einem gezielten Schuss einen Jungbullen zur Strecke zu bringen. Mit 22 Einsatzkräften der Feuerwehr und zehn Streifenbesatzungen der Polizei möchten sie seinen Trip ein für alle Mal beenden.

Nachmittag. Halb vier. Einem Jungbullen auf einem Hof bei Hemmingen wurde es zu bunt. Er wollte weg. Einfach raus und plante einen Ausflug. Vier geschlagene Stunden hielt das 250 Kilo schwere Weidetier Polizei und Feuerwehr auf Trab. Sein Kurztrip führte anfangs in Richtung der L 1136 Hemmingen-Eberdingen, wo er sich seinen Weg durch ein Waldgebiet bahnte und zwischen den Bäumen verschwand. Die Polizei versuchte das Tier mit einem Polizeihubschrauber aus dem Wald zu treiben, was ihr auch gelang. Versuche, den Bullen nun einzufangen, schlugen jedoch fehl. Schon bald setzte die Dunkelheit ein, was sich auf die Suchaktion nur negativ auswirkte. Das wild gewordene Tier hielt nun schon zehn Streifenbesatzungen der Polizei und 22 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hemmingen in Atem. Um 18.40 Uhr hatte die Suche endgültig ein Ende. Die Wärmebildkamera des Hubschraubers erfasste ihn. Dem Weidetier schlug sein letztes Stündlein, als ein zur Jagd Berechtigter ihn erlegte.

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