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Ein Hubschrauber versprüht am Mittwoch bei Bischoffingen im Kaiserstuhl ein Insektenschutzmittel, das die Maikäferplage am Kaiserstuhl bekämpft. Der Einsatz ist umstritten, die Gemeinden am Kaiserstuhl bestehen aber darauf.
Ein Hubschrauber versprüht am Mittwoch bei Bischoffingen im Kaiserstuhl ein Insektenschutzmittel, das die Maikäferplage am Kaiserstuhl bekämpft. Der Einsatz ist umstritten, die Gemeinden am Kaiserstuhl bestehen aber darauf. © dpa
02.05.2012

Giftdusche für Maikäfer am Kaiserstuhl

Giftdusche für Maikäfer: Mit einem Hubschrauber hat der Kampf gegen eine Maikäferplage am Kaiserstuhl begonnen. Zwei Tage lang werden aus der Luft Giftstoffe versprüht, teilte das Regierungspräsidium Freiburg zum Start der Aktion am Mittwoch in Vogtsburg im Kaiserstuhl mit.

Die Behörden reagieren mit den Flügen, wie bereits in den Vorjahren, auf eine Plage der kleinen Tiere. Wegen der gestiegenen Temperaturen ist die Zahl der Maikäfer in den vergangenen Tagen sprunghaft angestiegen.

Maikäfer werden für Schäden an Weinreben und Obstbäumen verantwortlich gemacht. Da sie auch Wurzeln anfressen, wird die gesamte Pflanze zerstört, der Landwirtschaft drohen dadurch Verluste. Mehrere Kaiserstuhlgemeinden hatten daher die Flüge beantragt. Naturschutzorganisationen stehen dem Gifteinsatz kritisch gegenüber.

Betroffen sei eine Fläche von rund 300 Hektar, teilte das Regierungspräsidium mit. Zusätzlich seien in den kommenden Tagen Teams am Boden unterwegs, die gegen den als Schädling bekannten Käfer Pflanzenschutzmittel einsetzen. Andere Tiere, Menschen oder die Natur würden durch das Gift den Angaben zufolge nicht geschädigt. Landschaftsschutzgebiete würden generell nicht besprüht. dpa