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Zu einem verheerenden Feuer ist es in Konstanz gekommen. © dpa
25.12.2010

Glutnest in Konstanz: Feuerwehr hofft auf Schmelzwasser

KONSTANZ. Nach einem Brand in der historischen Altstadt von Konstanz am Donnerstag kämpft die Feuerwehr immer noch mit einem Glutnest unter den Trümmern. Wie ein Sprecher der Feuerwehr am Samstag mitteilte, kann die Glut auch nicht so schnell gelöscht werden, weil sie für die Rettungskräfte nicht erreichbar sei. Das Glutnest liegt unter den Schuttbergen eines eingestürzten Hauses. «Wir hoffen nun auf die Wetterlage und darauf, dass sich möglichst bald geschmolzenes Wasser einen Weg zum Glutnest bahnt», sagte der Sprecher.

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Die Feuerwehr war am Samstag mit zehn Kräften vor Ort, eben so viele Polizisten waren mit Absperrmaßnahmen beschäftigt. Rund 60 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks versuchten, einsturzgefährdete Häuser abzustützen. Sobald eines der betroffenen Gebäude gesichert sei, sollen einzelne Fußgängerwege wieder geöffnet werden. Mehrere Bewohner der in Mitleidenschaft gezogenen Häuser konnten nach Feuerwehrangaben in der Zwischenzeit in Begleitung von Einsatzkräften persönliche Dinge aus ihren Wohnungen holen.

Bildergalerie: Feuer in Konstanz: Großbrand in drei historischen Häusern Teil 2

Die Flammen hatten ein mittelalterliches Haus zumEinsturz gebracht und drei weitere schwer beschädigt. Der Schaden wurde auf mindestens fünf MillionenEuro geschätzt, die Brandursache ist noch unklar. 54 Menschen verloren das Dach über dem Kopf, sind aber nach Angaben der Feuerwehr alle bei Verwandten, Bekannten oder in städtischen Wohnungen untergekommen. Zudem hätten viele Menschen Geld gespendet sowie spontan Unterkünfte angeboten. «Wir erleben hier eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft aus dem ganzen süddeutschen Raum», sagte der Sprecher.