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Der wegen Kindesmissbrauchs Angeklagte Knut S. wird von einem Justizbeamten in einen Saal des Landgerichts geführt. Im zweiten Prozess im Fall eines jahrelang sexuell missbrauchten Jungen aus dem Raum Freiburg wird dem heute 50 Jahre alten Soldaten der Bundeswehr wird vorgeworfen, den in Staufen bei Freiburg lebenden Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt zu haben.
Der wegen Kindesmissbrauchs Angeklagte Knut S. wird von einem Justizbeamten in einen Saal des Landgerichts geführt. Im zweiten Prozess im Fall eines jahrelang sexuell missbrauchten Jungen aus dem Raum Freiburg wird dem heute 50 Jahre alten Soldaten der Bundeswehr wird vorgeworfen, den in Staufen bei Freiburg lebenden Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt zu haben. © dpa
14.05.2018

Grausames Geständnis ohne Mitgefühl: Missbrauch als Geschäftsmodell

Freiburg. Der Mann, der im Zentrum des Freiburger Missbrauchsfalls steht, betritt mit einem Lächeln im Gesicht den Gerichtssaal. «Ich bin der Haupttäter in der ganzen Geschichte», sagt der 39-Jährige - und räumt wenig später alle Vorwürfe ein. Erstmals nennt er nähere Details sowie sein Motiv. Er soll laut Anklage den heute neun Jahre alten Sohn seiner Lebensgefährtin mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten, Männern zum Vergewaltigen überlassen und dafür Geld kassiert haben. Gehandelt haben soll er gemeinsam mit der Mutter des Kindes.

An diesem Montag im Freiburger Landgericht ist der Mann zunächst Zeuge. Einer seiner sogenannten Kunden ist angeklagt, ein heute 50 Jahre alter Soldat der Bundeswehr. Der Prozess gegen den Stiefvater - und auch die Mutter des Kindes - beginnt am 11. Juni. Dann sind die beiden Deutschen nicht mehr Zeugen, sondern selbst Angeklagte.

Der Fall, in dem die Mutter des Kindes und deren Lebensgefährte die Hauptbeschuldigten sind, hatte Ermittlern wegen der Vielzahl der Vergehen sowie der großen Brutalität an ihre Grenzen gebracht, wie sie vor Gericht betonen. Insgesamt gibt es acht Tatverdächtige aus dem In- und Ausland. Jeder ist einzeln angeklagt.

Der 39-Jährige, der wie alle Verdächtigen in Untersuchungshaft sitzt, vermittelt ein anderes Bild. Er beschreibt den vielfachen schweren sexuellen Missbrauch und die ihm vorgeworfene Zwangsprostitution eines Kindes nüchtern und als wirtschaftlich interessantes Geschäftsmodell. Seine Motive seien finanzieller und sexueller Natur gewesen. Er habe damit Geld verdient, gleichzeitig habe er seine pädophile Neigung ausleben können.

Fesseln und andere Gewalttaten seien sein besonderes Interesse, sagt er. Ums Geld habe er vor den Taten mit den Männern «gefeilscht». Meist seien wenige Hundert Euro für mehrere Vergewaltigungen gezahlt worden, in einem Fall seien es mehrere Tausend Euro gewesen. Der Großteil des Geldes ging an ihn und die Mutter. Doch auch der Junge habe Geld erhalten. «Es war immer so angedacht, dass der Junge definitiv auch was davon haben soll.»

Bereits in einem ersten Prozess vor einem Monat war der wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestrafte Mann als Zeuge aufgetreten, nun ist er zum zweite mal da. Er könne die Aussage verweigern, wie der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin zu Beginn erläutert.

Doch der Mann möchte aussagen. Er will, so sagt er, dass alle Täter im Gefängnis sitzen - so wie er. Reue lässt der Mann nicht erkennen, Worte des Mitgefühls fehlen. «Er hat den Missbrauch vollzogen», sagt er über einen der mutmaßlichen Täter. Oder er beschreibt das Opfer als unruhiges Kind: Bei dem sexuellen Missbrauch habe das Kind nicht stillhalten können. Deshalb habe er Handschellen, Fesseln oder Knebel nutzen müssen, um Widerstand zu brechen.

Taten seien gefilmt, die Filme an andere weitergeleitet worden. Das Töten des Jungen, wie es einer der Verdächtigen wünschte, sei für ihn tabu gewesen.

Auch die Mutter habe sexuelle Motive gehabt, sagt der Mann. Er jedoch habe sie angeleitet. «Sie war mir hörig. Das habe ich teilweise ausgenutzt.» Und weiter: «Sie hatte starke Gefühle für mich, sie wollte mich nicht verlieren.» Deshalb habe sie ihr Kind seinen Peinigern überlassen und ihn auch selbst missbraucht.

Die Mutter des Jungen sollte ebenfalls aussagen. Doch sie machte von ihrem Recht Gebrauch, zu schweigen, sagt Richter Bürgelin.

Mehrere der Verdächtigen sind einschlägig vorbestraft, sagt Staatsanwältin Nikola Novak. Sie spricht von «sadistischen Verbrechen». Der Junge sei beschimpft und gedemütigt worden: «Die Rechte des betroffenen Kindes wurden bewusst mit Füßen getreten.»

Die Staatsanwaltschaft will erreichen, dass die Täter lange Haftstrafen erhalten sowie anschließende Sicherungsverwahrung. Die Allgemeinheit müsse vor ihnen geschützt werden, sagt die Staatsanwältin. Ziel müsse sein, Kinder zu schützen.

Der Prozess gegen den Soldaten wird fortgesetzt (Az.: 6 KLs 160 Js 33561/17). Weitere Prozesse folgen Justizangaben zufolge in den kommenden Wochen und Monaten.

Wahrsager
15.05.2018
Grausames Geständnis ohne Mitgefühl: Missbrauch als Geschäftsmodell

"Die Staatsanwaltschaft will erreichen, dass die Täter lange Haftstrafen erhalten sowie anschließende Sicherungsverwahrung. Die Allgemeinheit müsse vor ihnen geschützt werden, sagt die Staatsanwältin. Ziel müsse sein, Kinder zu schützen." Leider wird voraussichtlich....durch eine schreckliche Kindheit... das Strafmaß nicht so hart ausfallen. Der arme Täter wird auch sicherlich phsychologisch betreut, damit er alles besser verarbeiten kann. Dem bösen 9- Jährigem Opfer hingegen wird bestimmt ...... mehr...

Anais
15.05.2018
Grausames Geständnis ohne Mitgefühl: Missbrauch als Geschäftsmodell

Da hätten wir aber eine Menge Schnipp-Schnapp-Verfahren zu tätigen.:( mehr...

Anno nymus
15.05.2018
Grausames Geständnis ohne Mitgefühl: Missbrauch als Geschäftsmodell

[QUOTE=Anais;300842]Da hätten wir aber eine Menge Schnipp-Schnapp-Verfahren zu tätigen.:([/QUOTE] Und bei wie viel Deutschen dann Schnipp-Schnapp fällig wäre, wenn man die Meldungen zum Thema Kindesmissbrauch so verfolgt, da wird es dann nix mehr mit der neuen Herrenrasse ;) mehr...

OB-Kandidat
15.05.2018
Grausames Geständnis ohne Mitgefühl: Missbrauch als Geschäftsmodell

[QUOTE=Anno nymus;300843]Und bei wie viel Deutschen dann Schnipp-Schnapp fällig wäre, wenn man die Meldungen zum Thema Kindesmissbrauch so verfolgt, da wird es dann nix mehr mit der neuen Herrenrasse ;)[/QUOTE] Sie sollten den ersten Schritt tun, und sich freiwillig in eine Therapie begeben. Glauben Sie mir - es gibt da draussen Menschen, die Sie von Ihren Wahnvorstellungen befreien können. Ausserdem werden Sie einige alte Freunde wiedertreffen. mehr...