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Mit einem Festakt wurde der frühere Ministerpräsident des Landes, Günther Oettinger, am Sonntag von seinem Nachfolger Stefan Mappus (im Hintergrund) verabschiedet. Im Stuttgarter Opernhaus freute sich darüber auch Oettingers Lebensgefährtin Friederike Beyer.
Abschied Oettinger © dpa
21.03.2010

Große Oper für Oettinger

STUTTGART. Feierlicher kann man einen Ministerpräsidenten nicht verabschieden: Mit einem Festakt im Opernhaus der Württembergischen Staatstheater sagte die Landesregierung Ade zu Günther Oettinger. Sein Nachfolger Stefan Mappus hatte geladen und rund 1000 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren gekommen.

Unter ihnen auch seine Vorgänger Erwin Teufel und Lothar Späth (beide CDU), die früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und Günther Beckstein, der Ex-Finanzminister und frühere Präsident des VfB Stuttgart Gerhard Mayer-Vorfelder, die Kabarettisten Mathias Richling und Christoph Sonntag oder Ex-Tatort-Kommissar Dietz-Werner Steck alias Bienzle.

Mappus sagte in seiner Begrüßungsrede an die Adresse Oettingers „Danke für die Arbeit“. Oettinger war vor Mappus fünf Jahre lang Ministerpräsident des Landes, 14 Jahre lang Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag und insgesamt 26 Jahre lang Landtagsabgeordneter. Seit Februar ist er EU-Kommissar für Energie in Brüssel.

Auf der Rednerliste standen neben Gastgeber Mappus, Daimler-Chef Dieter Zetsche und Ex- Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD). Mit ihm hatte Oettinger in der Förderalismuskommission zusammengearbeitet.  Zetsche zeichnete sich dabei als hervorragender Redner aus. „Wer mit Badenern, Schwaben und Kurpfälzern klar kommt, den können auch 27 Mitgliedsstaaten nicht schrecken“, so Zetsche. Mit Sprüchen dieser Art brachte der Daimler-Chef die Festgäste ein ums andere Mal zum Lachen.

Unter ihnen waren auch Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager (SPD). Hager verbindet mit dem früheren Ministerpräsidenten Oettinger eine „gradlinige Politik, die das Wohl des Landes vor eigenen Interessen gestellt hat“, so Hager gegenüber PZ-news. Außerdem habe sich seine Regierungsarbeit auch durch ein „stetiges nach vorne Bewegen“ ausgezeichnet. Ebenfalls anwesend: Hans-Ulrich Rülke, Fraktionsvorsitzender der Landtags-FDP aus Pforzheim. „Mit Oettinger hat die FDP-Fraktion immer gut zusammengearbeitet“, so Rülke. Unter seiner Ägide habe die Landesregierung „erfolgreiche Arbeit“ geleistet. Das Klima innerhalb der Regierungskoalition sei immer so gut gewesen, „wie man es sich in Berlin wünschen würde.“

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