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Im Rahmen einer großangelegten, länderübergreifenden Omnibuskontrolle hat die Polizei am Sonntag einige Beanstandungen gehabt.
Im Rahmen einer großangelegten, länderübergreifenden Omnibuskontrolle hat die Polizei am Sonntag einige Beanstandungen gehabt. © Symbolbild PZ
11.09.2016

Großkontrolle: Mehrere Busse beanstandet, Drogen und illegal Einreisende entdeckt

Karlsruhe. Im Rahmen einer großangelegten, länderübergreifenden Omnibuskontrolle sind am Sonntag zwei verkehrsuntaugliche Busse auf der A8 und der A5 von der Polizei aus dem Verkehr gezogen worden. Außerdem wurden illegal Einreisende entdeckt und Drogen in den Bussen sichergestellt, meldet die Polizei am Sonntag.

Insgesamt 64 Beamtinnen und Beamte der Landespolizei aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern, sowie der Bundespolizei und des Zolls führten zwischen 10 Uhr und 16 Uhr Reisebuskontrollen durch.

Relevante Fernreisebusse wurden auf den Autobahnen A 5 und A 8 sowie am Busbahnhof Karlsruhe von Motorradpolizisten festgestellt und zum Kontrollort bei der Autobahnmeisterei Karlsruhe gelotst.

Es wurden insgesamt 12 Reisebusse überprüft, lediglich drei Busse konnten ohne Beanstandung weiterfahren. Bei den zwei verkehrsunsicheren Bussen stellten die Beamten erhebliche Mängel an Bremsen, Federung und Rahmen fest. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Die Fahrgäste mussten ihre Weiterreise mit einem Ersatzbus antreten.

326 Personen wurden kontrolliert und 198 Gepäckstücke überprüft. Drei Personen reisten illegal von Italien nach Deutschland ein. Die Männer hatten gefälschte somalische, spanische und gambische Pässe dabei.

Insgesamt wurden über drei Kilogramm Haschisch, mehr als ein Kilogramm Amphetamin, ca. 40 Gramm Marihuana und 520 Zigaretten sichergestellt.

12 Fahrer werden angezeigt, da sie die Lenk- und Ruhezeiten über- bzw. unterschritten hatten. Bei sieben Bussen wurden Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Bei zwei Reisebussen waren die Fahrer mehr als 33 Stunden unterwegs, ohne geeignete Pausen eingelegt zu haben. Die Weiterfahrt wurde bis zum Eintreffen neuer Fahrer untersagt.

Es wurden mehr als 6000 Euro Sicherheitsleistungen erhoben.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und das DRK waren mit 16 Helfern und einem Rettungswagen vor Ort und versorgten und betreuten wartende Busreisende.