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Die Bahn kommt aus dem Feiern kaum heraus: Nach der S21-Grundsteinlegung in Stuttgart und der Durchschlagsfeier für den Albabstiegstunnel nahe Ulm folgt jetzt die Fertigstellung des Cannstatter Tunnels. Dabei dürfte die Stimmung miserabel sein.
Die Bahn kommt aus dem Feiern kaum heraus: Nach der S21-Grundsteinlegung in Stuttgart und der Durchschlagsfeier für den Albabstiegstunnel nahe Ulm folgt jetzt die Fertigstellung des Cannstatter Tunnels. Dabei dürfte die Stimmung miserabel sein. © dpa
19.12.2016

Grube und Kuhn kommen zum ersten Tunneldurchschlag von Stuttgart 21

Stuttgart (dpa/lsw) - Das Bahnprojekt Stuttgart 21 feiert am Montag den ersten Tunneldurchschlag: Nach 33 Monaten Bauzeit haben die Tunnelbauer den Anschluss des Stuttgarter Stadtteils Bad Cannstatt an das nördliche Ende des neuen Durchgangsbahnhofs hergestellt. Zur Feier (16.30 Uhr) kommen nicht nur Bahnchef Rüdiger Grube und Projektmanager Manfred Leger. Nachdem bei der Grundsteinlegung im September alle geladenen Grünen-Politiker verhindert waren, ist dieses Mal auch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) mit von der Partie.

Der im März 2014 begonnene Tunnel Bad Cannstatt ist mit seinen gut 3,5 Kilometern Länge Teil des neuen, überwiegend unterirdischen Schienenrings. Die von der Bahn bis zu 6,5 Milliarden Euro kalkulierte Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens umfasst knapp 60 Kilometer Tunnel.

Noch bis Ende des Jahres will die Bahn beim Verwaltungsgericht Stuttgart Klage gegen die Projektpartner - darunter das Land und die Stadt Stuttgart - einreichen: Sie sollen sich an den Mehrkosten von bis zu zwei Milliarden Euro beteiligen, wobei die Bahn 35 Prozent selbst übernehmen würde. Zuletzt hatte ein Gutachten der Wirtschaftsprüfer von KPMG zu möglichen massiven Risiken wegen des Minerals Anhydrit beim Tunnelbau für Unmut und Aufklärungsbedarf der Projektpartner geführt. Kommt Anhydrit mit Wasser in Berührung, quillt es auf.

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