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Eine grüne Schlange hält eine Firma in Atem.
Eine grüne Schlange hält eine Firma in Atem. © Symbolbild: dpa
26.10.2010

Grüne Schlange aus China hält Firma in Atem

Schlangen sind flüchtige Wesen. Kaum hat man sie erblickt, schlängeln sie schon auf Nimmerwiedersehen um die nächste Ecke. So auch jüngst wieder in einer Offenburger Metallfirma. Dort schlüpfte bereits vor einem Monat ein verdächtig grünes Tier aus einer Lieferung aus Fernost, fiel einem Mitarbeiter gegen die Brust und – suchte das Weite. Seither ward sie nicht wieder gesehen. Was in diesem Fall aber nicht bedeutet: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Im Gegenteil. Die Mitarbeiter der Firma, die aus verständlichen Gründen lieber ungenannt bleiben will, richtete sofort einen Krisenstab ein, der Arbeitsplatz wurde abgeriegelt und Spezialisten wurden hinzugezogen. Um die Fluchtstelle legten die Mitarbeiter doppelseitiges Klebeband aus, in dem sich die Schlange verfangen soll. Außerdem wird die Temperatur in der Halle nachts gesenkt, um das Tier zu den aufgestellten Fallen mit Wärmeleuchten und Wasser zu locken . . .
Seither wartet man. Und wartet. Und wird weiter warten. Der zu Hilfe gerufene Reptilienfachmann Klaus Hirschfeld weiß, dass Schlangen über Monate ohne Fressen auskommen und bewegungslos in ihren Verstecken verharren können. Was das Warten angeht, sind Schlangen praktisch unschlagbar.