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© Symbolbild dpa
08.08.2017

Gute Kochkünste bewahren Mann vor Gefängnis

Karlsruhe. Fast hätte sich ein Karlsruher Restaurantbetreiber am Montag einen neuen Koch suchen müssen – und das ab sofort. Sein eigentlicher Koch saß nämlich bei der Bundespolizei und stand kurz vor der Einlieferung in eine Justizvollzugsanstalt.

Die Beamten verhafteten um 13.30 Uhr einen 43-Jährigen, der mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg gesucht worden ist. Der aus Thailand stammende Mann wurde im Februar dieses Jahres durch das Amtsgericht Aschaffenburg wegen Erschleichen von Leistungen zu einer Geldstrafe von 3.800 Euro, ersatzweise 100 Tagen Haft, verurteilt. Da er die Geldstrafe bisher nicht bezahlt hatte, wurde er Ende Juli zur Festnahme ausgeschrieben. Nur zwei Wochen später erfolgte seine Festnahme im Rahmen einer Personenkontrolle im Hauptbahnhof Karlsruhe.

Der Mann war sichtlich verzweifelt, da er die Geldsumme nicht aufbringen konnte. Daraufhin verständigte er seinen Arbeitgeber und bat ihn, die ausstehenden 3.800 Euro für ihn zu bezahlen.

Der Arbeitgeber hatte wohl keine andere Wahl – ansonsten hätte er sich einen neuen Koch suchen müssen – und bezahlte die geforderte Summe für seinen Angestellten. Offenbar waren die Kochkünste des 43-Jährigen bisher sehr überzeugend.