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© Symbolbild: Thurow
27.11.2012

Handtaschenräuber tritt Frau brutal in den Bauch

Äußerst brutal hat ein Handtaschenräuber in Karlsruhe-Rüppurr schlappe 20 Euro Bargeld erbeutet. Um an die Tasche zu kommen, hat er einer 20-jährigen Frau am Dienstagmorgen heftig in den Bauch getreten. Passanten fanden die Frau, die sich vor Schmerzen krümmend auf der Straße lag. Sie musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden.

Nach den bisherigen Feststellungen der Polizei war die junge Frau gegen 5.30 Uhr mit der Straßenbahn zur Haltestelle Battstraße gefahren. Unmittelbar bei einer Fußgängerbrücke vor dem Heinrich-Heine-Ring näherte sich der Fußgängerin von hinten ein unbekannter Mann und wollte die Handtasche der 20-Jährigen entreißen.

Zunächst konnte die Angegriffene ihre Tasche noch festhalten, erhielt daraufhin aber von dem Täter einen heftigen Fußtritt in die Bauchgegend. Die 20-Jährige ging in der Folge zu Boden und ließ die Tasche los. Der Täter flüchtete mit der Beute in unbekannte Richtung. Ein Passant fand die mit starken Schmerzen am Boden liegende Frau kurze Zeit später und alarmierte die Polizei. Die Verletzte wurde von einem Rettungsteam versorgt und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Der Mann war etwa 25 Jahre alt, 1,70 bis 1,80 Meter groß und von normaler Statur. Er hatte kurzes, lockiges schwarzes Haar, war laut Polizei von türkischer Erscheinung und trug eine schwarze Adidas-Lederjacke, eng anliegend und hüftlang. Bei den intensiven und mit starken Polizeikräften betriebenen Fahndungsmaßnahmen wurde zwar ein jüngerer Mann vorläufig festgenommen, allerdings schied der Verdächtige nach weiteren Überprüfungen als möglicher Täter aus.

Die geraubte Handtasche wurde von Beamten des Polizeireviers Südweststadt bei einer Suche in der Nähe des Tatortes am Aufgang zu einer Fußgängerbrücke gefunden. Sie war dort hinter dem Geländer offenbar vom Täter abgelegt worden. Nach ersten Überprüfungen fehlte daraus lediglich ein Bargeldbetrag von 20 Euro. Weitere Ermittlungen des Raubdezernates der Kriminalpolizei dauern derzeit noch an. pol

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