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10.03.2010

Hantavirus breitet sich im Südwesten stark aus

STUTTGART. Das Hantavirus, das zu Grippe-Infekten und Nierenversagen führen kann, breitet sich in diesem Jahr im Südwesten besonders stark aus. Beim Regierungspräsidium in Stuttgart wurden seit Beginn des Jahres schon fast einhundert Fälle gemeldet.

Besonders viele Menschen erkrankten rund um Stuttgart und Böblingen. Da sich das Hantavirus über wildlebende Nagetiere verbreitet, könnte die derzeit hohe Population an Rötelmäusen für die vielen Fälle verantwortlich sein. Das Landesgesundheitsamt geht davon aus, dass sich in den kommenden Monaten viele weitere Menschen mit dem Virus infizieren werden.

Um einer Infektion vorzubeugen, sollte man Mäuse sowie ihren Kot und Urin meiden, rät das Regierungspräsidium. Die meisten Menschen infizierten sich durch kontaminierten Staub, wenn sie beispielsweise im Wald arbeiteten, den Dachboden aufräumten oder das Gartenhäuschen reinigten.

Impfen lassen könne man sich gegen das Hantavirus nicht. Es sei deswegen wichtig, die Nager zu bekämpfen und keinen Staub an den Händen oder der Kleidung mit in die Wohnung zu bringen. Meistens dauert die Infektion laut Landesgesundheitsamt etwa drei Wochen.

Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Bauchschmerzen müssten bei etwa der Hälfte der Betroffenen im Krankenhaus behandelt werden. Bei einem Teil der Patienten entwickle sich ein Nierenversagen.