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© Symbolbild: dpa
24.05.2017

Hartnäckiges Nachfragen: Polizei klärt Raubüberfall zwei Jahre nach der Tat

Bruchsal. Mit der Ermittlung zweier Männer im Alter von jeweils 40 Jahren sowie einer 35 Jahre alten Frau sind die Beamten des Kriminalkommissariats Bruchsal bei der Klärung eines fast zwei Jahre zurückliegenden Raubüberfalls auf eine damals 37-jährige Radfahrerin in Bruchsal den offenbar entscheidenden Schritt weitergekommen. Auf die Spur der drei Verdächtigen kamen die Ermittler des Kriminalkommissariats Bruchsal durch hartnäckiges Nachfragen im Milieu im Dezember 2016.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat gegen den als Hauptverdächtigen anzusehenden und wegen Betäubungsmittel- und Eigentumsdelikten bereits mehrfach vorbestraften 40-Jährigen Haftbefehl erwirkt. Der Mann wurde am Dienstag in Mannheim von der örtlichen Polizei festgenommen und nach Eröffnung des Haftbefehls durch den dort zuständigen Richter umgehend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Das in Bruchsal wohnende 37 Jahre alte Raubopfer war in den frühen Morgenstunden des 23. Juni 2015 mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, als der Frau an der Bahnunterführung Bannweideweg plötzlich ein maskiertes und mit Holzlatten bewaffnetes Trio entgegenrannte. Nachdem die Frau so erschrocken war, dass sie stürzte, nahm einer der Täter einen von ihr auf dem Gepäckträger mitgeführten Plastikbeutel mit persönlichen Gegenständen sowie einem äußerst geringen Bargeldbetrag an sich. Schließlich flüchteten die Täter und konnten auch bei den von der Polizei eingeleiteten Sofortmaßnahmen nicht gefasst werden.

Weil die Ermittler des Kriminalkommissariats Bruchsal bei Nachforschungen im Milieu auch lange nach der Tat immer wieder Fragen nach den Räubern stellten, erhielten sie dabei tatsächlich einen Hinweis, der sie zunächst auf die zu dem Trio gehörende Frau und dann auch zu den beiden 40-jährigen Männern führte. Nachdem bei einer richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung Teile der Beute sichergestellt werden konnten, zweifelte kein Ermittler mehr an der Täterschaft der Verdächtigen.

Dem aktuellen Ermittlungsstand zufolge war der Hauptverdächtige nur wenige Wochen vor der Tat aus der Strafhaft entlassen worden und hatte bei der späteren Geschädigten Unterkunft gefunden. In der Folge hatte er offenbar die Lebensgewohnheiten und Tagesabläufe der 37-Jährigen ausbaldowert und den 40-Jährigen wie auch die 35-Jährige schließlich zu dem nächtlichen Überfall angestiftet.